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16. November 2018, 14:19

Sprache sprechen


Hallo Mädels,

ich liebe Sprache! Es geht doch nichts über die erfrischende Konnotation und Denotation unserer deutschen, lateinischen, griechischen, englischen und französischen Lehnworte!

Symbiont!
Das klingt doch schon nach Adel, nach Edelmut!
Stimmt ja auch. Ein bisschen. Ein Symbiont ist jemand, mit dem man zusammen lebt und dieses Zusammenleben hat nuuuur Vorteile.
Lass mich mal überlegen, ob ich so eine Lebensgemeinschaft kenne...hm…

(Angie grübelt angestrengt….das dauert ein paar Minuten)

Also schön, dass dieses schöne griechische Wort so gar nicht klingt wie das kleine Wort EHE ist klar.

(„Ehe“ hat ja eher was von: „Ehe ich das tue, erschieße ich mich…“ - aber das führt nun zu weit).

Das Wort Schmarotzer hingegen ist was ganz und gar Gemeines. Jemand, der den anderen nur ausnutzt.
Schma-rotzer!
Herrlich. Das klingt nach Pfui und irgendwas aus der Nase.

Diesen gerade so anschaulich-bunt beschriebenen Beiklang nennt man übrigens Konnotation.

Die Denotation, als der engere Sinn des Wortes Symbiont ist ein kleiner Partner, der mit dem Größeren eine Vergesellschaftung anstrebt, die für beide Partner vorteilhaft ist.
Die Konnotation wäre also demnach: Schönes Leben, einfaches Leben, Frieden, Freundschaft, Erfolg…

Interessanterweise ist unser Leben voll von Konnotationen. Wir interpretieren viel in jedes gesagte und geschriebene Wort hinein. Dumm nur, wenn wir alle zwar wissen, was das Wort im engeren Sinn bedeutet - uns aber zwei völlig konträre Konnotationen dazu im Köpfchen herum schwirren. Dann kommt es zu Dissonanz. Zu Streit, Unmut, Ärger.

Ich arbeite mich übrigens momentan an der Konnotation eines anderen Wortes ab.
Dem Wort unheimlich.

Es ist negativ besetzt. Wenn ich also damit einen bestimmten Menschen bezeichnet habe, so finden das viele in meiner Umgebung als extrem gemein.
„Hey, der ist doch total nett und lieb und wie kommst du denn darauf?“
Keine Ahnung.
Mir kann auch jemand Nettes unheimlich sein. Ich bin da ja ganz frei von Sinn und Unsinn.

Heimlich oder besser gesagt Heimelig bezeichnet ja etwas, das einem vertraut ist.
Unheimlich ist also etwas, mit dem man so gar nicht gerechnet hat.
Vielleicht jemand, der furchteinflößend aussieht, aber freundlich ist.
Oder jemand, von dem man annimmt, dass er die geistige Tiefe einer Grundlinie hat und in Wahrheit beneidenswert klug ist.
Jemand, der zwei Dinge hat, die ich gerne hätte.


Wollen wir Symbionten sein?



In diesem Sinne
Das vorlaute Wörterbuch

Redakteur




16. November 2018, 12:35

Lindenstraße


Hallo Mädels,

der Schock, in den nur die ARD uns so hübsch versetzen kann, ist da:

Die LINDENSTRASSE wird eingestellt.

Meine Mama hat das immer geguckt. Fast von Anfang an. Kannte alle Schauspieler, die meist so mäßig spielten, dass sie woanders niemals Fuß fassten.
Wahrscheinlich dachte meine Mama beim Start der Serie, es ist so eine Art HAUS AM EATON PLACE und endet nach 20 Folgen.
Nix.
das nahm scheinbar kein Ende!
Gefühlt hundert Jahre mussten sich das öffentlich rechtliche Zuschauertier mit den Problemen der dutzend Familien auseinandersetzen.
Und wozu?
Keine Ahnung.

Die Serie mit den unfassbar langweiligen Fotos im Aufmacher und mit einer Streichorchester Wirbel-Musik, die Wagner als zu dramatisch abgelehnt hätte, flaterte regelmäßig in unser Wohnzimmer.

Meine MUtter war dann nicht mehr ansprechbar. Wi egebannt verfolgte sie die Folgen, von denen ich keine Ahnung hatte, denn ich habe das nie gessehen.

Und nun ist Schluss.

Hoffentlich heißt das nicht, dass ich das alles jetzt doch noch gucken muss.
Nachsitzen?
Himmel!

Es gibt garantiert dazu einen ARD-Brennpunkt und Selbsthilfegruppen!

In diesem Sinne
Die Eichenallee

Redakteur




11. November 2018, 14:25

Sport ist ohne Worte

Liebe Mädels,

aus gegebenem Anlass überlege ich, warum wir uns so schwer tun mit guter Kommunikation.
Ein klares, gutes Wort am rechten Platz ersetzt so manches Pflaster, umgeht einen unerquicklichen Streit, tröstet den Traurigen, hilft einer Gemeinschaft und führt uns vielleicht sogar ins Schlafzimmer.
Sprache ist so was Wunderbares! Hach, herrlich…

Gut. Sport auch.
Und Sex.


Mein Steckenpferd ist ja die Paläolinguistik.
Sicher, man kann sich den Tag auch anders versauen, aber es ist so wunderbar, sich vorzustellen, wie Sprache entstand! Die Rekonstruktion der indogermanischen Ursprache birgt so viele kleine Schätze. Herrlich.
Leider kann ich mich nur mit wenigen Menschen darüber erschöpfend austauschen, da meine Gesprächspartner in der Regel nach drei Sekunden darüber einschlafen.

Wenn ich diesen humansprachlichen Gedankenansatz mal zur Seite wischen, frage ich mich echt, warum die Menschheit und die Evolution sich DERART Mühe gemacht haben, Sprache zu entwickeln, wenn der Mensch davon nur Gebrauch macht, um sich FALSCH ZU VERSTEHEN.

Denkt nur an die unzähligen Fälle, die wir Tag für Tag erleben, wenn das Gesagte und das Gemeinte sowohl beim Sender als auch Empfänger plötzlich gemein wird...

Da lob ich mir den Sport.
Fußball. Klare Regeln, klares Feindbild.
Oder Tennis. Schläger, Ball, Netz, Winkelhalbierende...ach nee, das ging ins Aus.

Hm. Sollten wir das Sprechen etwa wieder aufgeben? Zeigt unsere socialMedia-Welt nicht allzu deutlich, dass wir dem nicht gewachsen sind?

Ich will Sprache! Ich will, ich will, ich will!
Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht gut hören kann. Ich muss die Menschen genau ansehen, wenn sie sprechen, um Teile des Gesagten (falls akustisch nicht verstanden) notfalls zu überbrücken. Und ein ist klar. Ein Körper lügt weniger als ein Wort.

Einfach mal die Fresse halten, denke ich so oft!
Schon alleine das Abschaffen von Kommentatoren bei Fußball-Länderspielen würde mir persönlich sehr helfen!!!

Sport und Sprache - Wie bringen wir das zusammen?
Es ist ein bisschen so wie bei Mann und Frau.
Hübsch, wenn es passt.


Aber besser, wir lassen die Finger davon...


In diesem Sinne
Die Lebens-Kommentatorin

Redakteur




29. Oktober 2018, 10:37

Männergrippe - das T steht für Tapferkeit



Hallo Mädels,

aus aktuellem Anlass wird heute Abend ein ZDF-Spezial gesendet:
„Männerschnupfen – Deutschland am Ende?“
Alle nachfolgenden Sendungen entfallen für immer.

Tatsächlich versucht man mittels Immunologen-Zitaten und an der Rotzfahne herbei gezerrten, wissenschaftlichen Erkenntnissen (von denen keine Wissenschaft jemals was gehört hat) zu begründen, warum Männer mehr gequält werden von Erkältungserkrankungen als Frauen. Manche Artikel sprechen sogar von einem soziokulturellem Phänomen, dass Männer mehr erleiden MÜSSEN.

Ich halte das für etwas ganz Großes, das ich hier nicht schriftlich darlegen möchte, aber das mit „B“ anfängt und mit „-ullshit“ aufhört.

Ich habe einen unfassbar stabil gebauten Ehemann, ausgebildet von der NVA. Abends albert er gerne mal mit 10-Kilohanteln herum und ist anerkanntermaßen der große Held seiner heranwachsenden Buben. Ein Mann, der seinen geliebten BMW notfalls aus einer Eiswüste mit den Zähnen herausziehen würde. Er öffnet verkantete Radmuttern an seinen Winterreifen schon mal ohne 17er Ringschlüssel - einfach mit purer Willenskraft.

Aber dann kommt der Schnupfen.
In der Regel ist er der Letzte in der Familie, der sich an der Grippe abarbeitet, die gerne mal aus dem Schulbetrieb als „Hausaufgabe“ mitgebracht wird. Er hilft uns dann nach Kräften mit Ratschlägen wie:
„Wird schon!“- „Zieh dich einfach mal wärmer an!“- „Reiß dich mal zusammen!“ oder auch „So was geht von alleine wieder weg!“

...wenn es ihn selbst betrifft, ist es allerdings anders.
Da gilt die alte Faustregel: ab 36 Grad Körpertemperatur wird aufgerundet.
Komplette Handlungsunfähigkeit, theatralische Triefnase, Niesen mit anschließender Nahtoderfahrung, bedingungslose Bettruhe und mörderische Hungergefühle.

Weib, oh, rette mich! Hilfe!

Eventuell sind die Dinosaurier auch nur ausgestorben, weil die Dino-Damen die Männergrippe verharmlost haben?

Männergrippe! Das T steht für Tapferkeit!


Ach, ich habe übrigens 40 Grad Fieber, aber geh mal aus dem Weg, ich muss wischen.


In diesem Sinne
Finaler Hustensaft

Redakteur




22. Oktober 2018, 13:41

Sei nicht beleidigt, Mann!


Hallo Mädels,

es gibt zwei Kulturkonstanten in unserem Leben als Frau: 1. wir werden immerzu von Männern verarscht; 2. wir wissen das, aber die Männer wissen nicht, dass wir es wissen.

Es beginnt ganz harmlos, wenn sie uns heiraten. Dann tun sie so, als wollten sie das Leben mit uns verbringen, das Leben mit uns teilen.

In Wahrheit leben sie ihr eigenes Leben.
Ihr ganz, ganz eigenes Leben.
Wir Frauen (und später die vom Mann eigens gemachten Kinder) leben nur zufällig in ihrer unmittelbaren Umgebung, mehr nicht.

Erst merkt Frau es nicht so. Aber in der Rückschau ist es doch alles sofort ziemlich klar.
Männer erschöpfen sich voll damit, ihr Leben zu leben, wir Frauen räumen hinter ihnen auf, bereiten alles vor, damit die Männer bei voller Fahrt voraus nicht ins Trudeln geraten (durch leere Klorollen, volle Spülmaschinen, dreckige Unterhosen etc etc etc).
Wenn dann die Kinder kommen, sind Männer ganz entzückt, zeigen überall herum, was sie Dolles gezeugt haben (hoho! Was für ein Mann!) und dann gehen sie arbeiten und das Weib sitzt daheim oder vertrödelt die Zeit an der Fleischtheke. Vergessen sind ihre hervorragende Ausbildung, ihr soziales Können, ihr großer Mut, ihr alles.

Was zählt, ist nur noch: Bereite deinem Mann ein schönes, oder zumindest sauberes, glattes Leben.

Klingt jetzt ziemlich verzweifelt, ich weiß, aber in Wahrheit nehme ich es mehr und mehr mit Gelassenheit. Weiß ich doch immerhin, dass ich beides kann: Leben und Arbeit.
Er kann nur Er-sein. Und das nur mit meiner Hilfe.


In diesem Sinne
Frau

Redakteur




15. Oktober 2018, 08:31

Lüneburger Heide - Radleridyll mit Sand

Hallo Mädels,

die Ferien sind zuende, und als Mutter sitzt man wieder daheim mit einem Berg Wäsche und seiner eigenen Arbeit und fragt sich:

Mit wieviel Glück habe ich diese sportlastigen Ferien eigentlich lebend überstanden???

Wir waren weg. Mit Sport.
Ja.
Sport.
Im Urlaub.
Joggen, Wandern, Radeln, Schwimmen, Tennis.
Nein, ich habe nicht abgenommen und sehe auch nicht aus wie das blühende Leben (es sei denn, man würde Blühend neu definieren - und Leben...)

Aktive Erholung ist nicht so meins.
Lieber aktiv an die Bar.
Hmmm...

Anschließender Besuch in der Lüneburger Heide mit dem Rad. Warum ich mir das auch noch angetan habe? Keine Ahnung. Kurzschluss im Kurzzeitgedächtnis?

„Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden, wie beim Fahrrad.“ sagte Adam Opel, der ja Gründer der Firma Opel war und natürlich AUTOS gebaut hat.

Mit einem SUV durch die Lüneburger Heide zu brettern und den Sand unter den Reifen nicht selbst überwinden zu müssen, ist zwar nichts für mein ökologisches Gewissen, aber was für meinen Po, der zwar motorisiert dicker, nicht aber so wund wird!

Ich hab nicht mal ein E-Bike (nur ein E-Book).

Also ich sag mal, aktive Erholung hab ich hinter mir, ich lege jetzt mal kurz meinen Kopf auf die Tatstatur und schlaf mal kurz den ganzen Sport aus meinen Armen, Beinen und dem Po.

Nicht stören, nicht klingeln...


Bis dahin
Das Radler


Redakteur




27. September 2018, 08:09

Im E-Book steht das selbe drin, nur beleuchtet

Hallo Mädels,

ein E-Book herzustellen, ist in den Anfängen genauso anstrengend und aufwendig wie bei einem gebundenen Buch.
Das Ideenfinden, das Schreiben, das Korrigieren, das Setzen.
Das alles geht nur mit Engagement und Wissen.

Ich lese gebundene Bücher unfassbar gerne. Ich mag sie gerne ind er Hand halten, ja ich rieche sogar manchmal dran. Das fühlt sich gut an.

Also nur Papier?
Was ist ökologischer?
Papier oder Elektronik?

Das kann ich ohne Zahlen nicht beantworten. Klar ist für mich: E-Book ist praktischer. Immer verfügbar und leicht.

Was also soll den Vorzug bekommen?
Falsche Frage.
Keins von beiden.
Ich zumindest brauche beide.

Man sollte sich einfach je nach Situation entscheiden. Im Urlaub will ich nicht viel schleppen. Am Sonntag hat kein Laden auf.
Aber wenn ich es mir im Wohnzimmer mit meiner Kuscheldekce bequem mache, dann doch gerne ein gebundenes Buch.

Aber welches ist wertvoller?
Beide gleich.
Ich weiß das, denn alle meine Bücher gibt es auch als E-Book. Manche haben sogar als E-Book-Ausgabe einen anderes, neues Cover bekommen.

Eins meiner Bücher hat es sogar in die Top 20 der Bestsellerliste im Spiegel geschafft!!!!
!!! Stolz wie Oscar bin ich deshalb!!!

Welche Art also kaufen?
Bin ich der Papier- oder der E-Typ?

Unsinn. Man ist kein Buch-Veganer, der sich entscheidet, für immer auf eitwas zu verzichten!
Einfach je nach Situation entscheiden!
Gemütlich ein gutes Buch in schönem Einband lesen.
Oder schnell mal in der S-Bahn?

Es ist nicht nur die Schnelligkeit.
Es ist auch das Bücherregal (mit E-Books könnte das merkwürdig aussehen..)
Bei mir kommt hinzu, dass ein beleuchtetes E-Book mit einstellbarer Schriftgröße meinen schwachen Augen zur Hilfe kommt.
Aber ich lese beides sehr gerne!
Absolut!

Entscheidet einfach ganz frei. Kein schlechtes Gewissen haben.
Ich betrügt nicht das eine mit dem anderen.

Jede Art von Buch ist mit der selben Liebe hergestellt und mit großer Leidenschaft fürs Schreiben!

Auch im Buchladen kann man ein E-Book erwerben und kann sich vorher in Ruhe beraten lassen!
oder man erwirbt beide Varianten eines Romans (dafür gibt es Rabatt!).

Nur zu. Probiert es!
E-Books liegen voll im Trend!
Und Bücher werden nie unmodern!



In diesem Sinne
Der digital/anloge Bücherwurm


Redakteur




18. September 2018, 09:42

Was das Aussehen mit Erfolg zu tun hat

Hallo Mädels,

ich gebe Absolution. Und zwar: Es hilft nicht, ins Biobuch zu gucken, wenn wir die menschliche Seele verstehen wollen.

In der Natur (und im Biobuch) bestimmt das Aussehen sehr genau, mit wem wir uns paaren dürfen.
Und das Paaren ist der einzige Erfolg, den es zu haben lohnt in der Natur.

Als Mensch hat man das mit dem Paaren zwar weiterhin ziemlich weit oben auf der Agenda...
und...
blöderweise steht auch sehr oft oben auf der Wunschliste das mit dem guten Aussehen...

Aber wir sind nun mal Menschen.
Und obwohl wir auch Tier sind, da hört es nun ml auf mit der Übereinstimmung.

Wir suchen keine Nahrung, wir kaufen ein.
Wir paaren uns nicht, wir lieben.

Ein Zusammenhang besteht daher nicht mehr zwischen Erfolg und Aussehen.
Es ist eben garantiert nicht mehr so, dass ein gutaussehender Mensch Erfolg hat!

Es wird bloß in den unzähligen hübschen und unterhaltsamen Frauenzeitschriften und den beefigen Männerblättchen vorgegaukelt, dass man nur über den vermeintlich attraktiven Körper erfolgreich sein kann.

Okay, wir spüren gerade ALLE beim Lesen den Ur-Reflex, dass wir das auch irgendwie glauben...

ABER!!!!
Es ist ein ausgesuchter Blödsinn einem Ideal von perfekten Muskeln, Fettgehalt und Busenumfang hinterher zu joggen!


Das macht uns nicht attraktiver, liebe Mädels,






sondern bloss angepasst.

Lest lieber ein gutes Buch und vor allem LACHT EUER GEGENÜBER MAL AN! DAS HILFT WIRKLICH
(probiert es!).



In diesem Sinn
Das Übergelache

Redakteur




09. September 2018, 08:22

Lesebrille

Hallo Mädels,

am Tag der Erkenntnis wusste ich plötzlich: zum Lesen bräuchte ich entweder einen längeren Arm oder eine Lesebrille!
Denn ich kann die Buchstaben kaum noch baräugig erkennen.

Diese Wahrheit birgt natürlich katastrophales Frustpotenzial, denn es sagt nichts anderes als:
Du bist alt.

Altsein will niemand, aber jung sterben auch nicht. Ich will mich also fügen und noch älter werden.
Daher erwarb ich im Fachhandel eine Lesehilfe.

Und da kamen die Buchstaben wieder allesamt zum Vorschein!
Welch Wiedersehensfreude!

Und es ward augenblicklich das Lesen wieder eine Freude!
Halleluja, meine müden Augen dankten es mir sogleich. Sie vermittelten nun wieder sinnstiftende Sätze und hielten einem abendlichen Lesevergnügen länger stand.

Und dann kam das Unvermeidliche...

Das Gesuche nach der Brille.

Wo ist sie bloß?
Hier? Oder hier? Im Sessel? In der Schublade? In der Handtasche?

Gleich nachdem die kluge Brille gewahr wurde, welche Abhängigkeit ich zu ihr aufgebaut hatte, ließ sie es mich spüren und verschwand wortlos.
Mal dahin, mal dorthin.
Mit Vergnügen wurde sie Zeuge wie ich jämmerlich hinter ihr her rief.

"Das ist wie bei den Männern!" sagte meine Freundin, als sie mich mal bei meinem etwas absonderlichen Such-Ritual beobachtete. "Besorge dir schnell eine zweite Brille!"

Gesagt, getan.
Und hat es genützt?
Aber jaaaaa!

Nun suche ich jeden Tag hinter zwei Brillen her...


In diesem Sinne
Die Aushilfsssehhilfe

Redakteur




31. August 2018, 10:12

Freitag


Hallo Mädels,

damit das ein für alle Mal geklärt ist:

"Die größten Schwierigkeiten liegen da,

wo wir sie suchen."

Wenn wir so ins Wochenende starten, kann nichts mehr schief gehen.


In diesem Sinne
Frau Freytag

Redakteur



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