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12. Dezember 2017, 11:02

Sturm und Drang

Hallo Mädels,

das war ja eine fürchterliche Nacht! Ein Sturm, der das ganze Haus klappern lässt!
Ich frag mich ja oft, wozu der Sturm überhaupt erfunden wurde?
Muss die Welt mal ordentlich verwuschelt werden?
Ist das der Fön, den mal braucht, um etwas Volumen in den Alltag zu bekommen?

Also ich bin gegen Sturm.
Lass mir dann auch bald T-Shirts drucken lassen.

Aber vorher noch schnell ein Zitat.

"Wenn sich der Wetterhahn nicht dreht, zerbricht ihn der Sturm."

Ich sag es ja.
Braucht kein Mensch.


In diesem Sinne
Das laue Lüftchen

Redakteur




04. Dezember 2017, 09:25

Adventsfest der 100.000 Armleuchter 2017

Hallo Mädels,

gewisse Katastrophen ziehen mich magisch an. Eine davon ist: „Das Adventsfest der 100.000 Lichter. Zur Eröffnung der Weihnachtsmärkte“.
Freunde der Wachsleuchtmittel! Das ist harter Stoff!

Alles, was unter dem Verdacht steht, Kitsch zu sein, wird auf die Adventsfest-Bühne gezerrt. Hellblaue Häuschen, drehende Pferde-Karussells, ein Wald aus Zwerg-Tannen, Schneemänner und Tore mit Schneeapplikationen.
Konsequent werden rieselnde Fernsehflocken in das Bild kopiert, dass man schon Angst bekommt, der Flachbildschirm hätte eine kaputte Bildröhre.
Auftritt Florian Silbereisen.
Der Typ hat mir nichts getan, absolut nichts! Aber ich ich kann es nicht ertragen, ihn eine Showtreppe herunterschlendern zu sehen. Er breitet die Arme aus, lässt schön von Helene grüßen, verrät schmunzelnd, dass er noch kein Geschenk gekauft hat. Dabei erschallt das gerollte R fröhlich durch den antiseptischen Schneematsch.

Im Publikum wird konzertiert ausgerastet. Die ersten Omis müssen ihre Erfrischungstüchlein zu Rate ziehen.

Alles, was die Kunstschnee-Industrie hergibt, ist auf der Bühne versammelt, dazu die kaum in ihrer Niedlichkeit zu ertragenen Kinder mit Flügeln und wohl-gescheiteltem Haupthaar.

Auftritt der betonharten Heiterkeit: Ross Anthony tirilieren im Playback. Er ist der Spaßmacher in der Volksmusikszene. Er hat IMMER gute Laune und mit seiner Weißhaarfrisur sieht er immer aus wie ein Oberarzt aus dem Krankenhaus am Rande der Stadt, der zu viel geröntgt wurde.
Zwischendurch werden kleine Kinder mit Kunstschneebällen abgeworfen.
Hach, allerliebst?

Nein. Es ist furchtbar und ich kann nicht umschalten, denn ich bin paralysiert.
Ihre Auftritte sind fehlerlos, sauber, sympathisch, freundlich und hochprofessionell.
Und es funktioniert offensichtlich.
...nicht bei mir, aber sonst auf jeden Fall.
Offenbar ist das wichtigste an den Stars, die nun alle playbacksingend derart perfekt arrangierte Weihnachtsklassiker zu Gehör bringen, das dramatische In-den-Himmel-Singen“ wenn die Schlagworte: Friede, Freude, Menschheit, Kinder fallen.

Ist das furchtbar. Zwischen den „Acts“ erklärt uns Florian, dass die Welt ein friedlicher Ort ist aber wir trotzdem an jene denken müssen, die nicht bei Ihren Lieben zuhause sein können.
Ich habe spontan Mitleid. Auch wenn die Omis mit den Rentierpullovern nicht aussehen, als haben sie es eilig mit dem Nachhausekommen. Betreutes Freuen.
Glückliche Menschen im Publikum schunkeln zu den Golden Voices of Gospel, Teile der Kellyfamily wurde vorzeitig aus der Haftcreme entlassen…

... und dann das:

Mirielle Mathieu!

Der mit siebzig Jahren eindeutig älteste Spatz von Avignon (mit zugegebener Maßen erstaunlichem Lungenvolumen und schlanken Beinen) singt, was das Zeug hält. Die seit Kindertagen mir bekannte schwarz-glänzende Prinz Eisenherzfrisur sitzt wie ein Helm.
In einem Bühnenbild, das hauptsächlich aus weißem Geglitzer und sich drehenden Kerzenständern besteht, brilliert Mireille festgefügt wie Schillers Glocke und singt deutsche Weihnachtslieder. Diese werden durch ihren (zugegeben zauberhaften) französischen Akzent nicht wirklich schmissiger.

Auftritt Frau Hertel.
Mit der Professionalität im Bereich Dauerglück und Kunstlächeln steht sie dem Gastgeber Silbereisen in nichts nach. Die kleine achso fröhliche Unterhaltung zwischen den beiden Volksmusik-Leistungsträgern wird buchstabengetreu vorgetragen.
Sie können das. Und das Publikum liebt sie dafür.

Echtbilder von Weihnachtsmärkten in ganz Deutschland werden eingefügt und machen schnell klar, dass es ohne Schnee im mitteleuropäisches Klima ziemlich trostlos wirkt. Aber die Regie hat einfach den rein-kopierten Schneefall aus dem Bühnenbereich im Bild gelassen.

Das dramatische In-die-Luft-Gesinge wird auch nicht besser, als Herr Silbereisen einen Schottenrock trägt und mit einer „Rockband“ (welche Rockband singt in der ARD Weihnachts-Friedenslieder?) zum Hartchor-Knaller: „Wir sind Brüder und Schwestern“ abhottet.

Was genau rauchen die da hinter der Bühne?

Ross Anthony als Dauerbrenner der Fröhlichkeit kommt wieder durchs Bild gelaufen. Nun ist er an der Reihe mit Fischerman's Friend zu singen und bewirft alles um sich herum mit Styroporblöckchen.

Wem das einfach nicht kitschig genug ist, bekommt zum Ende die volle Dröhnung.
Mireille ist noch nicht mit uns fertig. Sie hat eigenmächtig – und Herr Silbereisen ist fast zu Tränen gerührt – ein Lied, das irgendjemand anderes für die Sendung (man hält sich kaum noch auf den Sitzen!) komponiert hat, ins Französische übersetzt.
Das Lied heißt: „Erweckungsgesang“ und das Publikum zückt die Taschentücher während alle Engelein auf der Bühne ein letztes Mal dramatisch in den Himmel singen.

Halleluja, da ist der Abspann...


In diesem Sinne
Die wenig Erleuchtete

Redakteur




02. Dezember 2017, 14:35

1. Advent

Hallo Mädels,

ist es denn wirklich wieder so weit? Advent? Und dieses Jahr mit einer Woche Abkürzung, weil der 4. Advent schon Heilig Abend ist?

In der Wohnung die ersten Deko-Highlights. Blinkende irgendwas.
Es ist schön zu wissen, dass manche Dinge niemals durch übertrieben guten Geschmack zerstört werden können.

"Dieses Jahr war etwas Besonderes," denke ich unvermittelt, lächle merkwürdig und halte inne...
Tatsächlich, stelle ich erschrocken fest. Ist es. Besonders.
Sagt man das nicht viel zu selten in meinem Alter?

Da ist etwas Neues in meinem Leben. Neu und erschreckend klar.

Sicher, neue Dinge können unheimlich erscheinen, aber sie locken auch den Mut hervor.
Sehe ich also den Tatsachen ruhig ins Auge.

"Die unheimlichste aller Erfindungen ist der Spiegel. Woher nehmen die Menschen nur den Mut, da hineinzuschauen?"
(Brendan Behan)

Schließt die Augen und fühlt euch von dem Menschen umarmt, der euch momentan am wichtigsten ist.

Wünsche einen schönen 1. Advent.


In diesem Sinne
Das Lichtlein



Redakteur




29. November 2017, 08:20

Trafen sich ein Symbiont und ein Schmarotzer

Hallo Mädels,

ich liebe Sprache! Es geht doch nichts über die erfrischende Konnotation und Denotation unserer deutschen, lateinischen, griechischen, englischen und französischen Lehnworte!

Heutiges hinreißendes Thema: Symbiont und Schmarotzer.

Hach! Herrlich!
Symbiont!
Das klingt doch schon nach Adel, nach Edelmut!
Stimmt ja auch. Ein bisschen. Ein Symbiont ist jemand, mit dem man zusammen lebt und dieses Zusammenleben hat nuuuur Vorteile.
Lass mich mal überlegen, ob ich so eine Lebensgemeinschaft kenne...hm…

(Angie grübelt angestrengt….das dauert ein paar Minuten)

Eine Lebensgemeinschaft, die für beide Seite guuuut ist. Hm.
Gut. Hm. Also schön, dass dieses schöne griechische Wort so gar nicht klingt wie das kleine Wort EHE ist klar.

(„Ehe“ hat ja eher was von: „Ehe ich das tue, erschieße ich mich…“ - aber das führt nun zu weit).

Symbiont ist also geklärt.
Das Wort Schmarotzer hingegen ist was ganz und gar Gemeines. Jemand, der den anderen nur ausnutzt.
Schma-rotzer!
Herrlich. Das klingt nach Pfui und irgendwas aus der Nase.

Diesen gerade so anschaulich-bunt beschriebenen Beiklang nennt man übrigens Konnotation.

Seufz.
Ach, wenn wir alles Symbionten wären, wäre das Leben doch um einiges schöner, nicht wahr?
Zum Beispiel ein Autor und ein Buchladen. Sie können oftmals (besonders in Mühlheim) die besten Symbionten sein. Ist das nicht prima?

Die Denotation, als der engere Sinn des Wortes Symbiont ist ein kleiner Partner, der mit dem Größeren eine Vergesellschaftung anstrebt, die für beide Partner vorteilhaft ist.
Die Konnotation wäre also demnach: Schönes Leben, einfaches Leben, Frieden, Freundschaft, Erfolg…
Schön, oder?

Interessanterweise ist unser Leben voll von Konnotationen. Wir interpretieren viel in jedes gesagte und geschriebene Wort hinein. Dumm nur, wenn wir alle zwar wissen, was das Wort im engeren Sinn bedeutet - uns aber zwei völlig konträre Konnotationen dazu im Köpfchen herum schwirren. Dann kommt es zu Dissonanz. Zu Streit, Unmut, Ärger.

Ich arbeite mich übrigens momentan an der Konnotation eines anderen Wortes ab.
Dem Wort unheimlich.

Es ist negativ besetzt. Wenn ich also damit einen bestimmten Menschen bezeichnet habe, so finden das viele in meiner Umgebung als extrem gemein.
„Hey, der ist doch total nett und lieb und wie kommst du denn darauf?“
Keine Ahnung.
Mir kann auch jemand Nettes unheimlich sein. Ich bin da ja ganz frei von Sinn und Unsinn.

Heimlich oder besser gesagt Heimelig bezeichnet ja etwas, das einem vertraut ist.
Unheimlich ist also etwas, mit dem man so gar nicht gerechnet hat.
Vielleicht jemand, der furchteinflößend aussieht, aber freundlich ist.
Oder jemand, von dem man annimmt, dass er die geistige Tiefe einer Grundlinie hat und in Wahrheit beneidenswert klug ist.
Jemand, der zwei Dinge hat, die ich gerne hätte.

Also schimpft nicht immer mit mir.
Mein Konnotat ist positiv besetzt. Voller Respekt.
Okay?
Wollen wir (wieder) Symbionten sein?



In diesem Sinne
Das kleine Wörterbuch

Redakteur




27. November 2017, 11:43

Keine Angst vor Großem

Hallo Mädels,

manchmal spürt man beim Anblick eines kleinen Hügels: das schaff ich nie.
Und dann gibt es riesige Berge. Die schauen munter zu einem herunter und man denkt: Au ja. Das will ich versuchen.

Meine Tante zitierte gerne Fontane bei solchen Gelegenheiten:

"Nicht die Größe der Aufgabe entscheidet, sondern das Wie, mit dem wir die kleinste zu lösen verstehen."

Also zerlegt man das Große einfach sanft in ganz viele Kleine.

Und wenn mir auch so manches an meiner neuen Aufgabe unheimlich erscheint und das kleine, schwerhörige Herz etwas klopft, so muss ich doch grinsen. Über den Mut in mir, den Siegeswillen und die Neugierde. Als wäre ich noch das kleine Mädchen, das sich entschlossen die Handschuhe zurecht zieht, sich mit breiter Brust ins große Tor stellt und den Elfmeterschützen genau anschaut.

Na, los, mach doch!

Irgendwie scheint etwas an dieser Aufgabe zu sein, dass mich leise anlacht. Mal sehen, ob ich den Mut habe, zurück zu lachen.
Wir werden es sehen, zumindest werde ich davon berichten.


In diesem Sinne
Vorteil Angie

Redakteur




16. November 2017, 11:54

Warm oder lieber bequem


Hallo Mädels,

es soll ja nun die gemütliche Jahreszeit kommen, aber mir ist es zu kalt, da will die Bequemlichkeit irgendwie nicht so recht in die Puschen kommen...

Bequem.

Ein schönes Wort für eine schöne Sache. Fast elegant.
Aber Obacht:

"Es ist bequem, aber nicht gut, das Bequeme für das Gute zu halten."

(Ernst Ferstl)


In diesem Sinne
Die, die sie sich wieder hinlegt

Redakteur




13. November 2017, 11:44

Wissenswertes im Herbst


Hallo Mädels,

darauf habt Ihr gewartet, ich weiß. Hier das ultimative Zitat für diese feuchtunfröhliche Kälte draußen:

"Kalte Füße sind lästig, besonders die eigenen."

Wilhelm Busch hat es gesagt und mit was? Richtig. Mit Recht.


In diesem Sinne
Das Espenlaub

Redakteur




07. November 2017, 15:14

November


Hallo Mädels,

um uns die Laune nicht zu sehr zu verhageln, stellen wir nun den MP3Player mit der Musik von Guns n' Roses ab.
November Rain ist aber auch zuuu deprimierend...

Lasst und Kerzlein anzünden, Tee kochen und Kekse knabbern!

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!
Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!


Na, geht doch!

In diesem Sinne
Gedichtleserin

Redakteur




02. November 2017, 13:40

Halbhelden (Schon wieder was über Männer)

Hallo Mädels,

hilft alles nix. Heute haben wir wieder das Thema Männer.

Als verheiratete Frau hat meine Meinung ein gewisses Gewicht. Ich kann mit Erfahrungen, Einsichten, Aussichten, Ansichten und anatomischen Kenntnissen aufwarten.
Mein eigener Mann steht natürlich außerhalb jeglicher Diskussion. Ich bin selber Schuld. Meckern hilft da jetzt auch nicht weiter.

Es gibt viele Mannsbilder in den verschiedenen Hochglanzmagazinen, die eine kurzweilige Diskussion meinen Mädels und mir wert sind. Besonders hübsch, wenn sie im Tennisdress uns über den Weg laufen.
Wir Mädels analysieren da gerne und vergleichen auch mit Persönlichkeiten aus Sport, Fernsehen und Film.

Wer sieht also wirklich, wirklich gut aus?
Nun, was ist eigentlich gutes Aussehen?
Und was bringt das?

Das männliche Aussehen ist ein Terrain, auf dem die Frauen sich nur zu gerne verirren. Entgegen aller landläufigen Brigitte-Diät-Meinungen ist gutes Aussehen kein Produkt der richtigen DNA-Anordnungen. Jeder Mann kann gut aussehen.
Es empfiehlt sich daher in unserer kleinen medien-forcierten Diskussionsrunde, erst jene Mannsbilder zu besprechen, die von der Natur reichlich mit geraden Nasen, schönen Lippen, überzeugenden Augenfarben, wohlproportionierten Körpern und ansprechender Deo-Auswahl gesegnet sind. Diese überschaubare Elite hat es am schwersten, denn niemand ist dem Volltrottelstatus näher, als ein Mann, der schön ist und nichts draus macht. Der einen Mund zum Küssen besitzt aber nicht wirklich zum Sprechen nutzt. Der seinen Kopf als Unterlage für eine schicke Frisur versteht und nicht als Behältnis für einen abendfüllenden Gesprächsthemenvorrat.
Leicht haben es jene Männer, die aus einem unvorteilhaften Nichts an Äußerlichkeit das gewisse Etwas zu schaffen verstehen. Denen liegen wir Mädels zwar nicht zu Füssen aber vor den Handys herum und warten auf Rückruf.


Übrigens: Eitelkeit ist ein degeneriertes Zeichen für geistige Kleinkunst.

Also gut. Was haben wir da vor uns?
Unrasiertheit bedeutet einen grünen Daumen und damit eine Befähigung zur Gartenarbeit.
Starke Oberarme stehen für den optimalen Schutz der Familie im öffentlichen Leben.
Schöne Augen versprechen einen romantischen Abend mit vielen klugen Worten vor der Entdeckung der Eruptionsgeschichte.
Ein angenehme Stimme ist ein Zeichen für Leidenschaft.
Gepflegtes Äußeres lässt den hoffnungsvollen Schluss zu, dass dieser Mann in der Lage ist, eine Spülmaschine unaufgefordert zu bestücken und Klopapier selbsttätig nachzufüllen.

Frauen genügt weit weniger, um sie zu allerlei Zweisamkeit mit Sex, Spülmaschine, Kindern und gemeinsamer Steuerklasse überzeugen zu lassen, als es solche komplizierten hormonell verstrickten Gedanken vermuten lassen.
Frauen mögen Männer. Grundsätzlich.
Auch wenn das in der Welt der Medien gerne mal anders dargestellt wird.
Frauen brauchen keine Siegertypen. Siegertypen sind was für die Formel1-Garage, aber nicht für unser Wohnzimmer und schon gar nicht für unser Bett. Dort geht es ja kaum darum, wer am schnellsten fertig ist, oder?
Toll, wenn bei Siegertypen der Serotoninspiegel höher ist, aber was bringt mir das, wenn ich einen Tee gekocht haben will? Wenn meine Füße kalt sind oder die Handwerker mir gerade die Dusche zu Klump gehauen haben und ich Trost brauche?

Frauen mögen Helden, klar, wenn sie Hilfe brauchen, aber genauso lieben sie erfolgsverwöhnte Fußballschönheitskönige, die bei einer Niederlage Rotz und Wasser heulen. Das ist süß. Was fürs Herz.
Frauen mögen Männer, weil sie Schnupfen haben und ihre Welt ohne dargereichtem Nasenspray zusammenstürzt.
Wer braucht einen ganzen Helden zuhause, wenn die Hälfte reicht? Überqualifizierung führt nur zu Frustration auf beiden Seiten.
Halbhelden sind viel besser für die ganze Liebe.

Aber, bitte, liebe Männer, wie wäre es, wenn Ihr an UNS auch mal gescheite Anforderungen stellt?
Ihr habt doch wohl den Arsch auf, wenn Ihr meint, von uns könnte IHR alles fordern, weil ich selber so toll seid?
Hallo? Geht es noch?

So. Und nun seid lieb und bringt Euren Kaffeebecher selbst in die Küche, die Unterhose selbst in den Wäschekorb und nein, ich gucke heute keinen dämlichen Actionfilm mit dir, wir gucken WAS ICH WILL.

Und morgen zeigen wir Euch, wie man eine leere Klopapierrolle entsorgt und für Nachschub sorgt.
Toll, macht Ihr das!



In diesem Sinne
Heldin in Strumpfhosen

Redakteur




31. Oktober 2017, 13:49

Luther Dir einen!

Hallo Mädels,

na, seid Ihr alle schön reformiert?
Wir in Hessen sind alle ganz aus dem Häuschen, nicht nur, weil wir plötzlich einmal einen Feiertag haben, wenn eigentlich so ziemlich alle einen haben nur wir Hessen nicht..., sondern weil schönes Wetter ist.
Aber wir wandern ohne Hammer und Thesenzettel.

Luther hat vor 500 Jahren einige erstaunliche Ideen gehabt, die ihm für viele Betroffene ein wenig aus dem Ruder gelaufen sind.
Da ziehe ich den Hut!
Und der örtliche Baumarkt hat Nägel im Sonderangebot.
Wird eigentlich mit irgendwas mal kein Geschäft gemacht? Gebt es doch zu, Ihr habt doch alle zuhause den Playmobil-Luther, nicht wahr???
Interessant, wenn mir sowas passiert, wird nicht eine neue Konfession geboren sondern in der Regel steht dann die Küche in Flammen...lassen wir das.

Kein Halloween!
Nix!

Um zu zeigen, dass ich Halloween NICHT mitmache und mich NICHT verkleide, hab ich mir die Haare gerade reformiert.


In diesem kurzweiligen, protestantischem Sinne
Die behämmerte Thesentür

Redakteur



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