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22. Januar 2018, 15:58

Das Dschungelcamp

Hallo Mädels,

die Frage hatte sich mir bislang nicht gestellt. Die Frage nach dem Dschungelcamp. Was das ist, und warum man das schaut.
Aber nun muss ich es fragen: Warum guckt man das Dschungelcamp?

Das Fernsehformat mit dem offenbar mental verstorbenen Titel ICH BIN EIN STAR - HOLT MICH HIER RAUS wurde dereinst billig irgendwo geklaut, um einfach nur Geld zu machen. Nur Geld. Nix weiter. Aber da hätte wahrscheinlich jeder Kabelträgerpraktikant mit Hang zu Kettensägenmassakern drauf kommen können.

DSCHUNGELCAMP wie es im tamponös aufgeschäumten Volksmund auch heißt, geht so: Zwölf offenbar grenzdebile, nach Aufmerksamkeit heischende Personen, die in der Regel irgendwann im Fernsehen vermutlich durch Lautstärke aufgefallen sind, leben zwei Wochen lang in einem sogenannten Dschungelcamp.
Wo? Zumindest nicht bei Verstand. Sondern im schönen Australien.
Alles läuft unter ständiger Beobachtung durch Fernsehkameras. Ziel der Teilnehmer ist es, die Gunst der Zuschauer zu gewinnen und so lange wie möglich im Camp zu bleiben.
Das Highlight scheinen die Ekelprüfungen zu sein, die man ab und zu beim Internetlesen als Fotos bestaunen kann. Da werden dann unfassbar widerliche Dinge gegessen oder sich ins Gesicht, das nur noch einer verbauten Landschaft gleicht, schaufeln lassen. In keinem Tierpark findet man Blöderes.
Das ist alles. Ich will es nicht wirklich Konzept nennen, aber es funktioniert.

Knapp 8 (acht!!!) Mio. (Millionen!!!) Menschen haben bislang 11 (elf) Finale degoutant verkostet. Was bedeutet das für unsere Zivilisation? Für Menschen mit einer kulturellen Identität? Nichts. Für die Fernsehmacher bedeutet es schlicht, dass eben 8 Mio. Leute ihr überwältigendes Bedürfnis nach Schadenfreude und Sadismus bei RTL befriedigen. Mit Werbeunterbrechungen versteht sich.

Zweifel an der ethischen wie ästhetischen Brillanz dieser Sendungen stellen sich nie, denn wer das anschaut, dessen Hirn schaltet aus Gründen der geistigen Gesundheit bereits nach einer halben Sekunde 92 Prozent seines Arbeitsplatzes ab. Blindflug. Low Performer im Übermaß.

Oh, Himmel, lass es ARTE regnen im Wald!

Gehirne sind was Tolles. Es wäre sooo schön, wenn jeder sie gebrauchen würde. Aber wer das hier schaut, denkt nicht. Der glotzt nur. Das, was da jetzt bei diesen Leuten vor Ort und an den Empfangsgeräten im Hirn passiert, würde mindestens 10 Schülern das Abitur versauen.
Ekel, gepaart mit Ego-Migräne (zwischen tropischen Pflanzen) sowie hanebüchene Dialoge (die ein Facharzt für Spekulationsdiagnostik als ansehnliche Sprachverfehlung durchgehen lassen würde) machen das Gesendete zu einem Hit. Ein fanatischer Glaube an ein Konzept muss gefühlsfremde Menschen zudem dazu bringen, sich handyaktiv an dieser Sendung zu beteiligen.
Alle Zuschauer und Akteure scheinen in ihrer Schadenfreude irgendwie sozial fehlgeleitet und damit eine merkwürdige Komplizenschaft zu bilden. Aber das Erschreckendste ist, das das Format wirklich, wirklich funktioniert.

Erwähnte ich das schon?
Ja, offenbar beginnt mein Hirn schon mit der Abschaltung…

Geistig komplett unbemannt, fährt das Flaggschiff von RTL durch das Abendprogramm. Obsession besiegt Depression. Aus den Missgeschicken dieser defizitär Begabten das Maximum an Demütigung rausholen. Das haben sie voll drauf.

- Abschaltung vorbereitet -

Nein, ein Sinn dieser Aktionen im Camp ist nicht erkennbar. Es ist eine Herausforderung schon alleine darüber einen Text zu schreiben, denn das alles ist so unfassbar geistlos, dass dieser Text nun einfach…

...endet.



In diesem Sinne
Die Unfugsvermutung

Redakteur




19. Januar 2018, 08:36

Nur kurz dazwischen gegrätscht

Hallo Mädels,

für alle, die ihren Charakter renovieren wollen, hier ein wichtiger Leitfaden (oder Leidfaden?):

"Guten Menschen Gesellschaft zu leisten ist die beste Methode, selbst ein guter Mensch zu werden."

Das sagte zumindest (und zu Recht) Miguel de Cervantes, der Schöpfer vom wunderbaren, tapferen, Don Quijote de la Mancha.



In diesem Sinne
Dulcinea del Toboso

Redakteur




16. Januar 2018, 12:59

Gute Vorsätze


Hallo Mädels,

ich hab gestern einen deprimierenden Beitrag im Fernsehen geschaut
Über Müll. Besonders Plastikmüll, der ins Ausland verkauft wird.

.
.
.

Daher recycle ich jetzt meine guten Vorsätze vom letzten Jahr und vermeide selbigen mehr.


Ja doch!
Ich schreibe auch weniger Müll, versprochen...


In diesem Sinne
Wünschdirwas

Redakteur




02. Januar 2018, 08:46

Es geht schon wieder los!

Hallo Mädels,

es geht schon wieder los.
Neues Jahr, neue Aufgabe, neue Leute.

Da hat man das alte Jahr doch gerade erst elegant in den Sand gesetzt, da wartet schon das neue darauf, falsch angepackt zu werden. Hurra.

Nein.
Ich hab keine schlechte Laune.
Im Gegenteil. Ich habe den Kopf voller Ideen, voller Blödsinn (wie Ihr sagen werdet), schaue hinaus in den Dauerregen und sage voller Tatendrang:

Hurra, das klappt nie und nimmer!

Aber immerhin grinse ich dabei!
Was genau will man mehr?

Was sagt eigentlich der alte Goethe dazu? Ist der schon wach? Ach ja, hier ist er:



"Jede Lösung eines Problems ist ein neues Problem."


Recht hat er, der kluge Mister G.


In diesem Sinne
Die Neue

Redakteur




29. Dezember 2017, 08:59

Aufsatz mit Vorsatz

Hallo Mädels,

es wird Zeit dafür, all unsere verschrobenen Wünsche und süßen Sünden auf den Tisch der Wahrheit zu packen und zu überlegen, was wir davon weiterhin in Erfüllung gehen lassen und was wir bald NICHT mehr machen wollen.
Genau.
Es ist Zeit für gute Vorsätze.
Was wollen wir erreichen, was wollen wir lassen. Wie egoistisch dürfen wir sein? Wie sehr dürfen wir uns selbst dabei vergessen.
Ist das, was wir gerade haben, das Richtige?
Und immer die Frage im Anschlag: WARUM?

Beeilt Euch mit den guten Vorsätzen!
Spätestens am 2. Januar habt Ihr sie wieder vergessen!!!


Das alte Jahr noch nicht gegangen,
das neue noch nicht angefangen –
kommen vor diesem Neubeginn
mir so viele Gedanken in den Sinn –
die noch tief im Schlafe eingehüllt,
sehr bald schon Worte mit Leben füllt.
Nie liegen Traum und Wunsch so nah –
doch manchmal werden sie sogar wahr.
Oder wollen wir uns nur träumend verneigen –
warten wir es ab – das Neue Jahr wird es uns zeigen.

(Roswitha Bloch, deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin, Dozentin)


Gut gesagt.
Klugen Frauen werde ich nie widersprechen.
Ihr ja wohl auch nicht, oder?


In diesem Sinne
Der schlechte Vorsatz

Redakteur




12. Dezember 2017, 11:02

Sturm und Drang

Hallo Mädels,

das war ja eine fürchterliche Nacht! Ein Sturm, der das ganze Haus klappern lässt!
Ich frag mich ja oft, wozu der Sturm überhaupt erfunden wurde?
Muss die Welt mal ordentlich verwuschelt werden?
Ist das der Fön, den mal braucht, um etwas Volumen in den Alltag zu bekommen?

Also ich bin gegen Sturm.
Lass mir dann auch bald T-Shirts drucken.

Aber vorher noch schnell ein Zitat.

"Wenn sich der Wetterhahn nicht dreht, zerbricht ihn der Sturm."

Ich sag es ja.
Braucht kein Mensch.


In diesem Sinne
Das laue Lüftchen

Redakteur




04. Dezember 2017, 09:25

Adventsfest der 100.000 Armleuchter 2017

Hallo Mädels,

gewisse Katastrophen ziehen mich magisch an. Eine davon ist: „Das Adventsfest der 100.000 Lichter. Zur Eröffnung der Weihnachtsmärkte“.
Freunde der Wachsleuchtmittel! Das ist harter Stoff!

Alles, was unter dem Verdacht steht, Kitsch zu sein, wird auf die Adventsfest-Bühne gezerrt. Hellblaue Häuschen, drehende Pferde-Karussells, ein Wald aus Zwerg-Tannen, Schneemänner und Tore mit Schneeapplikationen.
Konsequent werden rieselnde Fernsehflocken in das Bild kopiert, dass man schon Angst bekommt, der Flachbildschirm hätte eine kaputte Bildröhre.
Auftritt Florian Silbereisen.
Der Typ hat mir nichts getan, absolut nichts! Aber ich ich kann es nicht ertragen, ihn eine Showtreppe herunterschlendern zu sehen. Er breitet die Arme aus, lässt schön von Helene grüßen, verrät schmunzelnd, dass er noch kein Geschenk gekauft hat. Dabei erschallt das gerollte R fröhlich durch den antiseptischen Schneematsch.

Im Publikum wird konzertiert ausgerastet. Die ersten Omis müssen ihre Erfrischungstüchlein zu Rate ziehen.

Alles, was die Kunstschnee-Industrie hergibt, ist auf der Bühne versammelt, dazu die kaum in ihrer Niedlichkeit zu ertragenen Kinder mit Flügeln und wohl-gescheiteltem Haupthaar.

Auftritt der betonharten Heiterkeit: Ross Anthony tirilieren im Playback. Er ist der Spaßmacher in der Volksmusikszene. Er hat IMMER gute Laune und mit seiner Weißhaarfrisur sieht er immer aus wie ein Oberarzt aus dem Krankenhaus am Rande der Stadt, der zu viel geröntgt wurde.
Zwischendurch werden kleine Kinder mit Kunstschneebällen abgeworfen.
Hach, allerliebst?

Nein. Es ist furchtbar und ich kann nicht umschalten, denn ich bin paralysiert.
Ihre Auftritte sind fehlerlos, sauber, sympathisch, freundlich und hochprofessionell.
Und es funktioniert offensichtlich.
...nicht bei mir, aber sonst auf jeden Fall.
Offenbar ist das wichtigste an den Stars, die nun alle playbacksingend derart perfekt arrangierte Weihnachtsklassiker zu Gehör bringen, das dramatische In-den-Himmel-Singen“ wenn die Schlagworte: Friede, Freude, Menschheit, Kinder fallen.

Ist das furchtbar. Zwischen den „Acts“ erklärt uns Florian, dass die Welt ein friedlicher Ort ist aber wir trotzdem an jene denken müssen, die nicht bei Ihren Lieben zuhause sein können.
Ich habe spontan Mitleid. Auch wenn die Omis mit den Rentierpullovern nicht aussehen, als haben sie es eilig mit dem Nachhausekommen. Betreutes Freuen.
Glückliche Menschen im Publikum schunkeln zu den Golden Voices of Gospel, Teile der Kellyfamily wurde vorzeitig aus der Haftcreme entlassen…

... und dann das:

Mirielle Mathieu!

Der mit siebzig Jahren eindeutig älteste Spatz von Avignon (mit zugegebener Maßen erstaunlichem Lungenvolumen und schlanken Beinen) singt, was das Zeug hält. Die seit Kindertagen mir bekannte schwarz-glänzende Prinz Eisenherzfrisur sitzt wie ein Helm.
In einem Bühnenbild, das hauptsächlich aus weißem Geglitzer und sich drehenden Kerzenständern besteht, brilliert Mireille festgefügt wie Schillers Glocke und singt deutsche Weihnachtslieder. Diese werden durch ihren (zugegeben zauberhaften) französischen Akzent nicht wirklich schmissiger.

Auftritt Frau Hertel.
Mit der Professionalität im Bereich Dauerglück und Kunstlächeln steht sie dem Gastgeber Silbereisen in nichts nach. Die kleine achso fröhliche Unterhaltung zwischen den beiden Volksmusik-Leistungsträgern wird buchstabengetreu vorgetragen.
Sie können das. Und das Publikum liebt sie dafür.

Echtbilder von Weihnachtsmärkten in ganz Deutschland werden eingefügt und machen schnell klar, dass es ohne Schnee im mitteleuropäisches Klima ziemlich trostlos wirkt. Aber die Regie hat einfach den rein-kopierten Schneefall aus dem Bühnenbereich im Bild gelassen.

Das dramatische In-die-Luft-Gesinge wird auch nicht besser, als Herr Silbereisen einen Schottenrock trägt und mit einer „Rockband“ (welche Rockband singt in der ARD Weihnachts-Friedenslieder?) zum Hartchor-Knaller: „Wir sind Brüder und Schwestern“ abhottet.

Was genau rauchen die da hinter der Bühne?

Ross Anthony als Dauerbrenner der Fröhlichkeit kommt wieder durchs Bild gelaufen. Nun ist er an der Reihe mit Fischerman's Friend zu singen und bewirft alles um sich herum mit Styroporblöckchen.

Wem das einfach nicht kitschig genug ist, bekommt zum Ende die volle Dröhnung.
Mireille ist noch nicht mit uns fertig. Sie hat eigenmächtig – und Herr Silbereisen ist fast zu Tränen gerührt – ein Lied, das irgendjemand anderes für die Sendung (man hält sich kaum noch auf den Sitzen!) komponiert hat, ins Französische übersetzt.
Das Lied heißt: „Erweckungsgesang“ und das Publikum zückt die Taschentücher während alle Engelein auf der Bühne ein letztes Mal dramatisch in den Himmel singen.

Halleluja, da ist der Abspann...


In diesem Sinne
Die wenig Erleuchtete

Redakteur




02. Dezember 2017, 14:35

1. Advent

Hallo Mädels,

ist es denn wirklich wieder so weit? Advent? Und dieses Jahr mit einer Woche Abkürzung, weil der 4. Advent schon Heilig Abend ist?

In der Wohnung die ersten Deko-Highlights. Blinkende irgendwas.
Es ist schön zu wissen, dass manche Dinge niemals durch übertrieben guten Geschmack zerstört werden können.

"Dieses Jahr war etwas Besonderes," denke ich unvermittelt, lächle merkwürdig und halte inne...
Tatsächlich, stelle ich erschrocken fest. Ist es. Besonders.
Sagt man das nicht viel zu selten in meinem Alter?

Da ist etwas Neues in meinem Leben. Neu und erschreckend klar.

Sicher, neue Dinge können unheimlich erscheinen, aber sie locken auch den Mut hervor.
Sehe ich also den Tatsachen ruhig ins Auge.

"Die unheimlichste aller Erfindungen ist der Spiegel. Woher nehmen die Menschen nur den Mut, da hineinzuschauen?"
(Brendan Behan)

Schließt die Augen und fühlt euch von dem Menschen umarmt, der euch momentan am wichtigsten ist.

Wünsche einen schönen 1. Advent.


In diesem Sinne
Das Lichtlein



Redakteur




29. November 2017, 08:20

Trafen sich ein Symbiont und ein Schmarotzer

Hallo Mädels,

ich liebe Sprache! Es geht doch nichts über die erfrischende Konnotation und Denotation unserer deutschen, lateinischen, griechischen, englischen und französischen Lehnworte!

Heutiges hinreißendes Thema: Symbiont und Schmarotzer.

Hach! Herrlich!
Symbiont!
Das klingt doch schon nach Adel, nach Edelmut!
Stimmt ja auch. Ein bisschen. Ein Symbiont ist jemand, mit dem man zusammen lebt und dieses Zusammenleben hat nuuuur Vorteile.
Lass mich mal überlegen, ob ich so eine Lebensgemeinschaft kenne...hm…

(Angie grübelt angestrengt….das dauert ein paar Minuten)

Eine Lebensgemeinschaft, die für beide Seite guuuut ist. Hm.
Gut. Hm. Also schön, dass dieses schöne griechische Wort so gar nicht klingt wie das kleine Wort EHE ist klar.

(„Ehe“ hat ja eher was von: „Ehe ich das tue, erschieße ich mich…“ - aber das führt nun zu weit).

Symbiont ist also geklärt.
Das Wort Schmarotzer hingegen ist was ganz und gar Gemeines. Jemand, der den anderen nur ausnutzt.
Schma-rotzer!
Herrlich. Das klingt nach Pfui und irgendwas aus der Nase.

Diesen gerade so anschaulich-bunt beschriebenen Beiklang nennt man übrigens Konnotation.

Seufz.
Ach, wenn wir alles Symbionten wären, wäre das Leben doch um einiges schöner, nicht wahr?
Zum Beispiel ein Autor und ein Buchladen. Sie können oftmals (besonders in Mühlheim) die besten Symbionten sein. Ist das nicht prima?

Die Denotation, als der engere Sinn des Wortes Symbiont ist ein kleiner Partner, der mit dem Größeren eine Vergesellschaftung anstrebt, die für beide Partner vorteilhaft ist.
Die Konnotation wäre also demnach: Schönes Leben, einfaches Leben, Frieden, Freundschaft, Erfolg…
Schön, oder?

Interessanterweise ist unser Leben voll von Konnotationen. Wir interpretieren viel in jedes gesagte und geschriebene Wort hinein. Dumm nur, wenn wir alle zwar wissen, was das Wort im engeren Sinn bedeutet - uns aber zwei völlig konträre Konnotationen dazu im Köpfchen herum schwirren. Dann kommt es zu Dissonanz. Zu Streit, Unmut, Ärger.

Ich arbeite mich übrigens momentan an der Konnotation eines anderen Wortes ab.
Dem Wort unheimlich.

Es ist negativ besetzt. Wenn ich also damit einen bestimmten Menschen bezeichnet habe, so finden das viele in meiner Umgebung als extrem gemein.
„Hey, der ist doch total nett und lieb und wie kommst du denn darauf?“
Keine Ahnung.
Mir kann auch jemand Nettes unheimlich sein. Ich bin da ja ganz frei von Sinn und Unsinn.

Heimlich oder besser gesagt Heimelig bezeichnet ja etwas, das einem vertraut ist.
Unheimlich ist also etwas, mit dem man so gar nicht gerechnet hat.
Vielleicht jemand, der furchteinflößend aussieht, aber freundlich ist.
Oder jemand, von dem man annimmt, dass er die geistige Tiefe einer Grundlinie hat und in Wahrheit beneidenswert klug ist.
Jemand, der zwei Dinge hat, die ich gerne hätte.

Also schimpft nicht immer mit mir.
Mein Konnotat ist positiv besetzt. Voller Respekt.
Okay?
Wollen wir (wieder) Symbionten sein?



In diesem Sinne
Das kleine Wörterbuch

Redakteur




27. November 2017, 11:43

Keine Angst vor Großem

Hallo Mädels,

manchmal spürt man beim Anblick eines kleinen Hügels: das schaff ich nie.
Und dann gibt es riesige Berge. Die schauen munter zu einem herunter und man denkt: Au ja. Das will ich versuchen.

Meine Tante zitierte gerne Fontane bei solchen Gelegenheiten:

"Nicht die Größe der Aufgabe entscheidet, sondern das Wie, mit dem wir die kleinste zu lösen verstehen."

Also zerlegt man das Große einfach sanft in ganz viele Kleine.

Und wenn mir auch so manches an meiner neuen Aufgabe unheimlich erscheint und das kleine, schwerhörige Herz etwas klopft, so muss ich doch grinsen. Über den Mut in mir, den Siegeswillen und die Neugierde. Als wäre ich noch das kleine Mädchen, das sich entschlossen die Handschuhe zurecht zieht, sich mit breiter Brust ins große Tor stellt und den Elfmeterschützen genau anschaut.

Na, los, mach doch!

Irgendwie scheint etwas an dieser Aufgabe zu sein, dass mich leise anlacht. Mal sehen, ob ich den Mut habe, zurück zu lachen.
Wir werden es sehen, zumindest werde ich davon berichten.


In diesem Sinne
Vorteil Angie

Redakteur



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