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10. August 2017, 10:40

Im Namen des Vaters

Hallo Mädels,

Herrje, ward Ihr schon mal bei einem Notar? Ich meine jetzt nicht bei dem Zuhause, sondern in dessen Kanzlei? Ich bekam einen Auftrag von meinem Vater, meine Unterschrift notariell beglaubigen zu lassen.
Da ich umfassend konfirmandische Bildung um die Ohren gehauen bekommen habe, dachte ich selbstredend an: Jasaja 43;1 – vermutlich wie Ihr alle gerade.

„So spricht der Herr: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“
Typischer Taufspruch.
In einer Kanzlei halt nur ohne Wasser.

Nomen est Omen und Marke, Produktinfo, Blendwerk, Eigentumshinweis und selbstverständlich viel Rauch und ein bisschen Schall.

Ich mache mich auf den Weg, zuvor versichere ich mich, ob ich auch meinen Namen dabei habe. Man trägt seinen ureigenen Namen nämlich in der Regel separat. Und zwar in einem der kleinen Fächer im Portemonnaie. Richtig. Ich meine die Identitätskarte, dessen Verlust oft eine sogenannte Identitätskrise bei einem selber und/oder bei den Behörden auslöst.
Es verwirrte mich. Dachte ich doch bis dahin, nichts ist Persönlicher, nichts ist eigentlicher als der eigene sprachliche Nennwert.
Mit Nichten.
Namen sind was ganz und gar Kompliziertes, denn man trägt sie NICHT am Körper, es sei denn man hat sich seinen auf den Po tätowiert, aber das macht man selten.
Den eigenen Namen sucht man sich nie selber aus, sondern er wid einem vor den Kopf geklatscht, wenn man das mit der Geburt gerade hinter sich gebracht hat. Ich heiße ja bekanntlich nach jenen Himmelboten, die generell schön, schlank, mit zartem Nachthemd, Flügeln und Trompetentechnik ausgestattet sind. Was genau da meine Eltern geritten hat, weiß ich nicht, ich bin eher der Typ Erzengel Hackebeil.
Lassen wir das.

Ich betrete die Anwaltssozietät, nachdem die Empfangsdame den Summer betätigt hat (Hier kommt nicht jeder rein). Sie lächelt einstudiert, und ich gebe bereitwillig Auskunft, dass ich einen Termin habe.
- Ach sind Sie Frau Odelzizo? (sie tippt auf ihre Notizen von unserem letzten Gespräch)
- Äh. So ähnlich. (...ich liebe Menschen mit Telefonkompetenz)
- Setzen Sie sich doch noch mal ein Augenblickchen (und zeigt auf eine Sichtwand)!

Hinter einem schmucklosen Paravan, neben einem Schirmständer mit lauter vergessenen Parapluie – an der Wand Kandinsky und Miro und an der Decke eine kaputten Glühbirne, die zu mir herunter flackert, warte ich und höre, wie die Dame vom Empfangskomitee das Radio anstellt und die Toten Hosen singen.
Ich zücke das Buch, das ich seit zwei Jahren überall mit hinschleppe, das schon ganz vollgekritzelt ist, weil ich das Buch beschissen geschrieben finde und mich daran abarbeiten muss (Zwangshandlung, unbeglaubigt).

Energischer Schritt. Die Sekretärin möchte meine Identitätskarte und das Schriftstück, auf dem mein Name Platz und Beglaubigung finden soll. Ich reiche ihr das Gewünschte und sie verschwindet.
Ich widme mich dem Buch (= Biografie eines berühmten Mannes) und mein ungläubiger Blick verweilt kurz auf dessen abgedrucktem Kinderfoto. Die Biografie hantiert immerzu mit dem Namen dieses faszinierenden Menschen, aber wahrscheinlich muss auch sein Träger sich ab und zu was beglaubigen lassen. Er kann wahrscheinlich auch nicht einfach seine Biografie irgendwo auf den Tisch klatschen und sagen: „Hier, das ist mein Name.“

Wer hat eigentlich die Namenshoheit?

Die Eltern? Das Amt?
Da wird mir klar: Wir sind alles arme, namenlose Würste und müssen alle zum Notar.
Weil wir unseren Namen nicht selber sagen können.

Herrje, ist das kompliziert.

Die Sekretärinnenschritte kommen. Ich solle ihr bitte folgen.
Mir wird kein Stuhl angeboten, denn das ist preislich wahrscheinlich nicht drin. Ich stehe also an einer Theke und ein stabiler Mann kommt auf mich zu.
„Sie wollen was unterschreiben?“
Ich nicke.
„Dann schreiben Sie.“ Sagt er, um bloß keinen Smalltalk aufkommen zu lassen.
Das entsprechende Schriftstück ist nun eine Urkundenrolle, liegt aber dafür erstaunlich flach auf der Theke. Ich versuche den Text zu überfliegen. Ich unterschreibe doch nicht IRGENDWAS!
Es ist von der nicht gegebenen „Vorbefasstheit des Notars“ nach Rücksprache die Rede.
Herrje, was für eine Wortwelt!
Die Sekretärin reicht mir einen Stift.
Ich schreibe. Dauert etwas, da Doppelname und zwei Vornamen. Fertig.
Der Herr vom Beglaubigungskomitee nimmt das nun dergestalt von mir verzierte Schriftstück und betrachtet es.

Was ich nur ahnen kann: Das Beurkundungsverfahren ist somit auf seinem Höhepunkt angekommen!

„Also gut.“ (Pause, genervtes Seufzen) und dann liest er vor, was da ganzseitig zu meiner einzeiligen Unterschrift steht: Der Akademiker mit Niveau kommt vorlesetechnisch sicher durch meine beiden Vornamen, erreicht meinen zweiten Nachnamen, stockt dann und sagt entrüstet: „Das kann ich nicht aussprechen“.

Ich sage nichts. Hätte ihm aber gerne beglaubigt, dass ich seinen Namen auch doof finde. Einfach so. Weil ich es kann.

Er liest weiter, über seine Anwesenheit, seine eigenen Augen und meine händige Unterschrift und dass ich mich ausgewiesen hätte durch Bundespersonalausweis, den er sich kurz vor die Nase hält. Skeptisch.
Ich erwarte, dass er sagt: „Und das Bild kann man nicht angucken.“
Aber er begnügt sich mit einem knappen Genuschel - und geht wieder.

Danke, für zwei Minuten Zugucken und Vorlesen!

Es bleibt an der Sekretärin, mir mitzuteilen, dass wir das Geldliche...

(ist es nicht fein, immerhin hat dieses Gegucke auch einen monetären Wert!)

...dann doch besser draußen am Empfang machen, und ich zur Belohnung eine rosa Quittung bekomme.



Ich bin nun beglaubigt „ich“.



In diesem Sinne
Die mit dem Namen

Redakteur




08. August 2017, 08:19

Geburtstag


Hallo Mädels,

die Anteilnahme am Fortschreiten meines Alters habe ich mir Freude vernommen und bedanke mich ganz lieb dafür.

Am besten hat mir folgender Geburtstagsgruß gefallen:

Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, dass er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grunde nicht.


(Curt Goetz hatte wohl keinen netten Geburtstag als er das schrieb).

Ich jedoch weiß, wo die Idioten sitzen um mich herum. Ihr gehört nicht dazu.

Liebe Grüße
Eure Angie

Redakteur




01. August 2017, 08:46

Auguststürme


Hallo Mädels,

was war das ein Sturm gestern!
Und es soll so weiter gehen?
Da bleib ich im Bette und sende Euch dies hübsche Zitat:

Niemand hätte jemals den Ozean überquert, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, bei Sturm das Schiff zu verlassen.
Charles F. Kettering


In diesem Sinne
Das Sturmhoch

Redakteur




31. Juli 2017, 09:18

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub - oder warum riecht meine Wohnung so leer?


Hallo Mädels,

kennt Ihr das? Wenn man nach Hause kommt, nachdem man allerhand Zeit anderswo verbracht hat?

Man betritt die eigene Wohnung/Haus/fürstliche Residenz, und es kommt einem plötzlich und ganz unerwartet dieser spezielle Geruch entgegen?
Kein unbekannter Geruch. Irgendwie wie beim Einzug. Ein bisschen nach neuem Teppich, frischer Tapete und ruhendem Staub. Kaum zu greifen, aber mit dem nüsternblähenden Einsaugen ist einem sofort klar: so roch es zu Anfang. Beim Einzug, beim Anblick von nicht ausgepackten Umzugskartons, als man gerade den eigenen Namen an den Briefkasten anklebte - und zwar unvermeidbar schief. Als man noch frohlockend schwedische Möbelhäuser betrat, um das Eigenheim so zu dekorieren wie gefühlt 80 Mio andere Deutsche!
Genauso riecht es! Wie: Hier richte ich mich ein. Her wohne ich jetzt!
Aber...ich WOHNE hier doch schon ganz lange.
Wie kann das sein?
Wie kann mir duch die Nase eine solche Erinnerung schießen?

Vielleicht hätte in der Bibel nicht stehen sollen: AM ANFANG WAR DAS WORT - sondern vielmehr: AM ANFANG WAR DER GERUCH.
Aber nur ein Atheist wird meinen, da roch die Welt sicher nicht nach Tapete oder gar nach abgestandenem Staub.

Woher kommt der Geruch?
Nicht unangenehm, nur so plötzlich erinnernd, so zum-Ursprung-führend, so an-alte-Zeiten-denkend.

Am folgenden Morgen ist der Geruch sehr schwach, aber haarscharf noch wahrzunehmen, obwohl mein Gatte, reichlich mit After Shave besprenkelt durch die Wohnung flitzt, bevor er das tut, was ein Mann tun muss: Arbeiten, Welt retten, Kaffeepause.

Was macht den Ich-war-lange-nicht-da-Wohnungsduft eigentlich aus? Wieso verschwindet er nicht, scheint nur darauf zu lauern wieder hervorzukommen. Wie ein Urwald, der nur darauf wartet uralte Weltkulturerbe im Dschungel wieder mit Schlingpflanzen zu bedecken?
Ist es etwa der spezielle Duft Marke: Welt-ohne-mich? Fehle ich mir selber so sehr, dass ich bei einer Wohnung, die ich viele Tage zuvor verließ, als erstes schnuppernd feststelle, oh, hier fehlen meine Duftmarken? Hier fehle ICH?
Pinkeln deshalb Hunde jede baumähnliche Grünpflanze an, weil sie es nicht ertragen können, dass sie selber bei diesem Pupseintopf nicht vorkommen?
Keine Ahnung.
Ich bin kein Hundepsychologe.

Aber ich frage mich doch entschieden, warum es so ist. Die Wohnung bleibt mir tatsächlich genau so lange fremd, bis ich mich selber wiederrieche. Nun, geruchlich hat man auch eine Menge zu bieten. Da wären Deo, Haarspray, Duschgel, Haarwaschmittel, Parfüm.
Toll, ich bin doch eine Art Beiersdorfer-Hund, oder?

So verbleibe ich mit den bekannten Worten von Mister Armstrong:
Es ist ein kleiner Pups für mich aber ein großer für die Menschheit...


In diesem Sinne
Die Odormama

Redakteur




12. Juli 2017, 11:02

Beim Jupiter!

Hallo Mädels,

manchmal möchte man als Frau doch zu gerne mal von seinem Schatz als etwas Besonderes angesehen werden.

Sagen wir: Als Pentesilea. Die Königin der Amazonen. Stark, bildschön und machtvoll.

Leider stellt sich die Wirklichkeit weniger poetisch dar - wie das häufig ist mit dieser spröden Realität...
Unsere Männer glauben eher, dass wir die Shoppingqueen bei AMAZON sind.

Träumen und shoppen wir also unglamourös weiter.


In diesem Sinn
Hera

Redakteur




10. Juli 2017, 13:09

Abgrundtiefsinn

Hallo Mädels,

der Mensch ist eigentlich zwei. Und das kann einem schon Angst machen.
Er war eigentlich immer schon zwei. Yin und Yang, Adam und Eva, Schwarz und Weiß, Reich und Arm, Dick und Doof.
Auch wenn ich diese blümerante Aussage bei jeder ZDF-Umfrage ohne mit den Medien zu zucken unterschreiben würde, so bleibt doch der fade Beigeschmack, dass der moderne Mensch global betrachtet der einzige, komplett gedankenloseste Erdling aller Zeiten ist. Denn so, wie der Mensch gerade vor sich hinlebt, ist er zwar zerstörerisch, aber er ist es so dämlich wie man nur sein kann, wenn man bei REWE an der Kasse den Pfandschein vergisst abzugeben.

Woher kommt das Zerstören?
Von den Affen? Haben die jemals einen Wald gerodet für größere Einfamilienbäume?

Im Mittelalter waren Männer noch Männer und zeichneten sich von 8 Uhr 30 bis 24 Uhr durch blutiges Raubrittertum aus. Eroberten allerlei kunsthistorisch wertvolle Städte, deren strategische Bedeutung leider mit ihren Stadtmauern verbrannten und nur noch ein Rätsel für Archäologen und Säulenheilige darstellt.
Frauen hingegen kümmerten sich schon damals um ihre Frisuren, die Hausratversicherung, um Standesdünkel, Friedensabkommen, das Vergiften von Rivalinnen, Adoptivkinder, wundertätige Mönche und die pompöse Innausstattungen in den Rittersälen, um Leute zu beeindrucken, die man eigentlich nie einladen wollte.

Der Mensch als tierische Einheit führt als einziges Lebewesen echte Kriege, deren Sinn sich nicht erschließt. Zumindest geht es nicht um Essen, denn nach den Kriegen herrscht immer Hungersnot.
Er führt sie entweder zu Millionen von Toten, oder er führt sie alleine mit einer Tasche voller Sprengstoff bis zu einem zerbombten Stadtteil. Vornehmlich sind es die Männer, die das tun, vielleicht graut es ihnen bei der Vorstellung, ein paar Kinder zu zeugen und sie in die sterbenslangweilige Bastelstunde des Kindergartens zu begleiten, dass sie lieber die Welt in Schutt und Asche legen. Hach! Seinen Aggressionen freien Lauf zu lassen, kann ja so befreiend sein! Sagt auch Freud! Besser als ein Vorbild zu geben und sich immerzu zusammenreißen zu müssen. Wunderbar! Anger-Management at its best!

Dennoch: die Zerstörung der Welt ist und bleibt eine konzertierte Aktion aller Menschen.
Auch wenn die dekorative und adlige Tradition des Hinschlachtens seit dem Mittelalter zeitweise als überwunden gilt und somit auch die tollen Feste, das gewaltvolle Missionieren und die schuldbewusst errichteten Prachtkirchenbauten, das erleichterte Apres-Met-Saufen als überholt gilt, so hat der Mensch sich leider nur in Kleinteilen weiterentwickelt.
Abgesehen vom Lippgloss für Männer und dem Pflug kann ich da nicht viel von Hoffnung sprechen...

Wahre Männer sind fort (oder stehen gut gefönt an der Außenlinie von Fußballfeldern) und Frauen stehen am Herd aber dafür mit Frauenquote (oder machen die Raute).
Ist das so?
Haben wir nichts gelernt?
Manchmal denke ich schon. Wenn ich in der Paulskirche in Frankfurt stehe und erst meinem Sohn, dann aber mir selber klar mache, was Demokratie bedeutet. Wie viel Mut es benötigt, sein eigenes Leben zu leben.
Selbstbestimmt, auch als Frau, Kinder bekommen, erziehen und später wieder frei geben. Wie viel es bedarf, um eine gute Ehe zu führen und Familien zusammen zu halten. Politik zu beobachten und notfalls bewusst und klug einzugreifen. Seine Meinung zu sagen und andere Meinungen auszuhalten.

Und dann sehe ich sogenannte Demonstranten und Fußballfans, die aus einem unfassbar tiefen Reflex heraus auf IRGENDETWAS eindreschen, weil sie nicht anders können als hassen und hauen.

Mensch sein, heißt im Zwiespalt von Hass und Liebe zu leben, Wille und Gewalt nicht auseinanderhalten zu können, aber vor allem eine Mischung aus Mann und Frau zu sein.

Der Mensch ist zwei. In allem.
Möge er sich endlich für eins entscheiden.


In diesem Sinn
Pangaea

Redakteur




07. Juli 2017, 15:44

G 20 und die Demonstrationen dazu


Hallo Mädels,

hier steht das, was mir zu dem oben genannten Thema einfällt:















In diesem Sinne
Gehweg

Redakteur




13. Juni 2017, 08:54

Spielen ist nicht kostenlos

Hallo Mädels,

Kinder müssen toben. Kinder müssen laut sein, Kinder brauchen Platz.
Keine Diskussion. Ende der Beratung.

Obwohl Mühlheim eine wahrlich kinderliebe Stadt ist, schrumpft stetig der naturbelassene Platz fürs Toben und für kindliche Lautstärke.
Beton, Nachbarn, Autos und schlechtes Wetter zwingen die Kinder, sich mit wenig Fläche und deutlich reduzierter Dezibelstärke zu begnügen.
Zum Glück erfand jemand den Indoorspielplatz. Eine Halle mit Spielgeräten. Wetterunabhängig sicher und lärmgeschützt. Für die drinnen wie für die draußen.
Wenn schon Fortschritt dann auch bitte beim Sandkasten.

Aber heutzutage kostet sogar einen Nachmittag spielen was. Gerade, wenn wir denken, so locken wir sie von Handy und Computer weg, rennen wir Eltern nur in die nächste moderen Falle.

Eine befreundete Mutter brachte mich darauf. Geht doch mal in einen Inddorspielplatz. Auf die Frage: „Habt Ihr dazu Lust?“ kam ein lautes Gejubel.
Es gibt zwei in Mühlheim. Outdoor. Die Kinder beherrschen diese Fachtermini sofort.
Viele Kinder, viel Geldverdienen.
Und obwohl wir Eltern an der Kasse spüren, dass wir gerade für ein Grundbedürfnis unserer Kinder über den Tisch gezogen werden, fühlen wir alle eine gewisse Dankbarkeit.
Ist das nicht völlig skurril?
Es war an einem unangenehmen, dunklen, windigen Regentag und die Aussicht auf etwas Neues, viel Farbe, reichlich Bewegung und ausreichend Distanz zu den häuslichen Medien ließ uns mit Volldampf das Abenteuer angehen.
Wo ich früher noch mit meinen Freundinnen Buden gebaut habe und Barbiepuppen mit Filzstift eine Sonnenbrille verpasst, spielen die Kinder heute in Fertigbuden und geschützten Schreiräumen. Damit andere nicht gestört werden. Es ist deprimierend, aber die Kinder merken es ja nicht.
Auf Socken und im luftigen T-Shirt, trotz Regen draußen, zeigten unsere Kids, wie ausdauernd sie wirklich sein können.
Ungebremster Spielspaß.

Spielen in einer geschützten Kunstwelt. Nicht in einem Wald, wo sie sich das Knie aufschürfen, in den matsch fallen können oder sonstwie dem bösen Wolf treffen könnten!
Was ist aus der Kindheit geworden?

Wir Mütter und Väter kommen uns dennoch vor wie im Paradies. Nicht nur, weil wir unter einem gigantischen Baum Platz nehmen, ohne dass unsere Buben uns zum Mitspielen auffordern, auch weil wir Eis und Kaffee serviert bekommen mit freiem Blick auf unsere fröhlichen Kinder.
So lässt es sich aushalten. Auch als Mutter.
Keine Tasche packen mit Getränken, das gibt es alles da hinten. Kostet nur Geld, aber keine Mühe.

Wir Eltern sind hier in einer Traumwelt, wo uns das Protektorat des Geplanten voll vereinnahmt. Wo Geld nicht die wahre Währung ist sondern unsere Ruhe, unser Gewissen. Hier müssen wir nicht mitspielen, können aber immer deutlich sagen: HallO? Ich bin doch mitgegangen und habe bezahlt, das muss an Kinderzuwendung reichen!
Und was gibt es nicht alles! Knallbunte Kletterwelten, tolle Tunnel, breite Brücken und rote Rutschen.
Hurra! Da kommt Superman, da kommt Bastian Schweinsteiger, gefolgt von Ronaldo, da ist James Bond und da springen die Leute von der Seenotrettung ins Meer der bunten Bälle und retten jemanden, der offensichtlich gar nicht gerettet werden will. Da kommt auch schon ein Hai!
Von links Tatütata.
Auftauchen. Abtauchen.

„Was machen sie jetzt?“ fragt mich ein besorgter Vater hinten links und nippt am Tee.
„Keine Ahnung.“ Ich zucke mit den Schultern.
„Es sieht aus -“ beginnt eine andere Mutter nachdenklich, „wie ein Mischung aus Pferdedressur und Taktikbesprechung mit Jogi Löw.“
„Sehen sie glücklich aus?“ fragt wieder eine andere.
„Ja, sehr“, nicke ich.
„Dann ist alles in Ordnung.“ Wir grinsen erleichtert und trinken unsere Heißgetränke.


Achtung vor Kindern!


In diesem Sinne
Paybackmother

Redakteur




02. Juni 2017, 09:17

Klimawandel

Hallo Mädels,

ja, Klimawandel, der Albtraum, den wir uns alle weigern, zu ende zu träumen.

Hier zwei Zitate dazu:

Man kann nicht allen helfen, sagt der Engherzige, und hilft keinem.
(Freifrau Marie von Ebner-Eschenbach)


Wenn an vielen kleinen Orten viele kleine Menschen viele kleine Dinge tun, wird sich das Angesicht unserer Erde verändern.
(Afrikanisches Sprichwort)

Macht was draus. Fangt selber an und wartet nicht auf mächtige Politiker


In diesem Sinne
Müllvermeidung

Redakteur




26. Mai 2017, 12:54

Zitatetag


Hallo Mädels,

die erste Hitzewelle schwappt auf uns zu. Noch sind wir winterhart gefroren und freuen uns.
Komisch, dass es nie einen Übergang gibt.
Erst ist es kahahalt und dann heißheißheiß.

Aber egal. Sonnenschirme ausgepackt und hinaus in den Vorsommer.

Wie heißt es schon in den Bauernregeln, die wir alle nicht geschrieben haben aber alle kennen:

"Klebt der Autositz am Steiß,
ist der Sommer sonnig und heiß."

Na, dann mal noch die Sonnencreme auftragen. Hmmmm.


In diese Sinne
Tempera Tur

Redakteur



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