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Der Blog


     


18. Februar 2018, 15:30

Wenn die Erinnerung dein Feind wird


Hallo Mädels,

heute hat mein Ex Geburtstag. Nicht, dass das irgendeine Bedeutung hat für mich, denn ich habe ihn das letzte mal vor 18 Jahren gesehen, aber ich kann mir das Datum unfassbar schlecht aus dem Kopf schlagen.

Ich bin momentan sowieso der unerwarteten Rückkehr in meine Vergangenheit machtlos ausgeliefert. Warum?
Ich erinnere. Ich erinnere mich.
Und das mit solcher Wucht, wie man sie nicht für möglich hält in einem Gefäß das Hirn heißt.

Manchmal kann man seinem Gehirn beim Denken zusehen. Beispiel: Ich suchte den Namen des Künstlers, der das berühmte Gemälde „Goethe in der Campagna“ fabriziert hatte. Ich suchte also den Namen Johann Heinrich Wilhelm TISCHBEIN. Ich dachte aber immerzu an das Bild von Van Gogh, das der von seinem kleinen Schlafzimmer in Arles gemalt hatte.
Warum? Da war mittig ein Tisch zu sehen.

Gut soweit. Also mein Hirn weiß mehr als mein „ich“. Alles okay.
Es gibt demnach nichts, was in unserem Leben geschieht, was wir nicht abspeichern. Ohne Erinnerung ist eine persönliche Identität nicht möglich. Leider.
Ja, leider. Mich quält Erinnerung. Ich leide am Erinnern.

Mit dem „Gedanken machen“, übertreibe ich es ja gerne. Wie oft sagen gerade Männer zu mir: „Mach dir nicht so viele Gedanken!“ oder „Worüber du dir einen Kopf machst! So ein Blödsinn!“
Ich kann damit nicht aufhören, mir Gedanken zu machen. Ich merke mir auch garantiert immer die falschen Sachen. Wie zum Beispiel den Geburtstag meines Ex, oder was ich Dummes mal hier oder da zu diesem oder jenem gesagt habe. Was ich Hirnrissiges getan oder was ich unverzeihlicherweise unterlassen habe.
Meine Erinnerungen sind gnadenlose Quälgeister. Sie tauchen auf, wann es ihnen passt. Sie täuschen vor, verloren gegangen zu sein, aber dann sind sie da. Quälen, schmerzen, lassen mich ratlos zurück.
Ich leide so sehr, dass meine gesamte Gehirnleistung zurück geht. Ich funktioniere nicht mehr. Ich dreh mich im Kreis.

Warum gibt es Erinnerungen überhaupt? Warum kann nicht gestern auch gestern bleiben?
Ich werde doch deswegen kein schlechterer Mensch, nur weil ich vergessen habe, wie schlecht es mir mal ergangen ist! Warum kommen die Erinnerungen so daher, als wären sie nicht ein Teil von mir, sondern mein ärgster Feind?

Und warum wird nicht nur das reine Geschehen abgespeichert? Das war doch schlimm genug! Der körperliche Schmerz!
Warum kommen dazu Schuldgefühle, Hilflosigkeit, Hass, Trauer, Wut.
Warum lassen mich diese Gedanken nicht in Ruhe, seit die fragliche Situation vorbei ist!

Eine Erinnerung ist eine Wiederbelebung von etwas längst Vergangenem. Ja, Scheiße, denn ich bin leider in der Lage durch mein eidetisches Gedächtnis, mir ziemlich viel ziemlich detailreich wiederzubeleben.
Zum Beispiel das Aussehen von Personen, die mir wichtig sind. Gott sei es gedankt, dass diese Leute gar nicht wissen, wie genau ich sie im Gedächtnis behalte. Ich sehe sie manchmal gar nicht lange an und sie denken vielleicht: „Na, heute hat Angie mich aber nicht richtig angesehen.“ Falsch. Ich weiß was sie anhatten – von oben bis unten -, wie sie gerochen haben, welchen Stift sie benutzten, welches Getränk sie tranken und was sie gesagt haben. Ich taube Nuss kann ihre Stimme so gut im Hirn reproduzieren, dass ich ihnen sogar andere Worte in den Mund legen und sie mit der richtigen „Synchronstimme“ abspielen könnte.
Warum kann ich das? Was für einen Nutzen hat meine Seele davon?
Wissen andere Menschen eigentlich, wie gesund ihre Vergesslichkeit ist?

Sport. Die Rettung heißt Sport. So viel und so lange bis der ganze Körper brennt und die Fettpölsterchen leise wimmern. Und dann schlafen.
Aber nein. Schlaf und Erinnerungen? Das ist das Duo Infernale. Entweder Erinnerung und kein Schlaf oder im Schlaf alle Erinnerungen auf einmal.

Ich habe vor einigen Jahren ein paar Gespräche mit Menschen geführt, die sich mit so was auskennen und man empfahl mir die Technik des Gedankenstopps.
Ja, ich weiß, es klingt doof und ich hätte mal die Hände davon lassen sollen, denn es IST auch doof.
Es geht so. Man lässt die schlimmen Erinnerungen zu und sorgt dann mit einem äußeren Reiz (z.B. laut „Stopp!“ rufen) dafür, dass man sich selbst aus dem Zustand „erweckt“. Etwas Seltendämlicheres hab ich nun wirklich nie mehr wieder gehört.

….höchstens noch die Sache mit der ozeanischen Selbstentgrenzung….

Also es kam, wie es kommen musste. Ich „erlernte“ die Technik und sie erweckte mich natürlich KEIN BISSCHEN. Stattdessen hab ich an einer Fußgängerampel gestanden, als meine Gedanken mich nicht in Ruhe ließen. Da rief ich laut „Stopp“ (und hab die Fäuste geballt) und alle blieben auf der Straße stehen und guckten mich merkwürdig an.
Super.
Ich bin also momentan nicht nur „Lost in Erinnerung“, ich bin auch noch ein rumlaufender Psychopath. Gut dass ich mir nicht antrainiert habe, laut „Peng!“ zu rufen.

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit hat einer meiner Lieblingsschriftsteller Marcel Proust geschrieben. Ich liebe es. Aber mein Leben ist nicht poetisch. Es ist sinnloses Zermartern des Hirns. Welchen Wert soll das haben? Was bringt mir das? Warum gibt es keine Entfernen-Taste dafür?

Ja, mag sein: Könnten wir nicht erinnern, gäbe es keinen Sinn für Vergangenheit. Und wäre alles Gegenwart, hätte wir kein Gefühl für Zukunft.
“Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken”, sagte schon Marc Aurel.
Ist mein Leben also nur eine Qual? Und für wen außerdem als nur für mich? Und ist meine Fähigkeit dieser intensiven Erinnerung nicht die beste Voraussetzung eine brillante Schriftstellerin zu sein?

Was aber, wenn ich lieber vergessen und schweigen würde als erinnern und schreiben?


Bei meinem nächsten Erinnerungsstopp werde ich rufen:
„Hug me!“



In diesem Sinne
Das Reminiszenzchen

Redakteur




07. Februar 2018, 07:46

Nachtrag zu gestern


Hallo Mädels,

was ich zu gestern noch mal sagen wollte.

"Viel Kälte ist unter den Menschen,
weil wir es nicht wagen,
uns so herzlich zu geben,
wie wir sind."

sagte schon Albert Schweitzer
(1875 - 1965), deutsch-französischer Arzt, Friedensnobelpreis 1952


Und der musste es wissen, der war schlau.


In diesem Sinne
Herzchen

Redakteur




06. Februar 2018, 10:20

Mein Lieber!

Hallo Mädels,

der Wiener Zivilrechtler Professor Johann Schima war ein Mann von ausgeprägtem Pflichtbewusstsein, der es aber stets eilig hatte. So kam es, dass er eines Tages eine Assistentin mit den Worten begrüßte: "Guten Morgen! Leider habe ich keine Zeit Sie zu fragen, wie es Ihnen geht!"

Diese kleine Anekdote finde ich durchaus bedeutsam. Eigentlich sind Begrüßungen doch nichts, nicht wahr? Unnütz! Lästig!
Und wenn wir uns doch durchringen können, uns nach dem Befinden zu erkundigen, wollen wir keine störende Darlegung der psychischen wie physischen Animositäten des so Angesprochenen hören. Wir wollen „Danke gut“ hören.

Mein Beruf bringt es mit sich, originell kommunikativ zu sein. Und ich bin es gerne. Von meinem Vater habe ich mir seine Art der Höflichkeiten angeeignet, was erklärt, warum ich auch als Frau aufstehe, wenn mir jemand die Hand geben möchte. Ich halte das insgesamt für eine gute Idee. Diese Aufmerksamkeit dem gegenüber, der sich die Mühe macht, zur Schau zu stellen, dass er mich begrüßen will und somit mich kennen will.
Auch am Anfang einer WhatsApp-Nachricht! Menschen, die ich gerne mag, zeige ich das mit einer besonderen Anrede. Manchmal schicke ich meiner Freundin schnell ein Emoji. Ohne zu erwarten, dass sie das beantwortet. Sie soll nur spüren, da hat jemand „Hi“ gesagt. Ich bin da!

Ich gehe ja gerne mal joggen. Auch wenn ich zuweilen kaum Luft dabei bekomme, so grüße ich doch alle, die uns auf dieser Strecke begegnen. Leute mit und ohne Hund, Postboten, Landwirte. Alle werden gegrüßt. Ich mag das. Ich mag es, die Leute anzusprechen und zu erleben, wie sie darauf reagieren.
Und wie tun sie es?
Sie sind alle (ja, alle) sehr, sehr freundlich. Geradezu fröhlich, dass man sie ansprach.

Wie kommt es also, dass die Begrüßungen und Höflichkeiten in unserer Zeit so abnehmen? Warum sagt man nichts mehr? Zeigt nicht, dass man den anderen wahrnimmt.
Hilft, grüßt, lächelt?
Es ist doch offensichtlich, dass die Leute es gerne haben! Ja, brauchen! Fehlt allerorts einfach der Mut? Weil man nicht weiß, ob der Gruß erwidert wird? Hilfe! Dann hätte man ja quasi UMSONST gegrüßt? Ist es das? Angst, etwas nicht ZURÜCKGEZAHLT zu bekommen?

Ich wünschte, mir könnte das einer beantworten.
Gerade letztens ergab es sich, dass ich nicht gegrüßt habe. Ich war kurzzeitig dazu nicht imstande, denn ich umrundete ein kniffliges Schlammloch. Und was geschah? Offenbar hatte meine Begrüßungsorgie all die Samstag hindurch gewirkt, denn man hat MICH gegrüßt.
Und das war wunderbar. Ist das nicht schön? Demnach kann man Grüße pflanzen wie kleine Bäume, die dann zaghaft Früchte tragen.
Das ist schön.

Hello

I've just got to let you know
Cause I wonder where you are and I wonder what you do
Are you somewhere feeling lonely? Or is someone loving you?
Tell me how to win your heart, for I haven't got a clue
But let me start by saying I love you.

(Lionel Richie, 1983)



In diesem Sinn
Hi!

Redakteur




30. Januar 2018, 09:48

Alles Politik, alles Leben, alles Scheiß

Hallo Mädels,

es ist wohl nicht übertrieben, wenn ich sage, im Januar ist nie viel los. Nie. Wir befinden uns in einer kalendarischen Loose-loose-Situation, in der sich eigentlich nur Leute befinden, die ich nicht kennen mag, aber die sich uns medial immerzu aufdrängen.

Im Fernsehen langweilt man uns zu Tode mit krisengeschüttelten Staaten. Früher machte mir das noch Angst, wenn im Fernsehen der Nachrichtensprecher mit Verve verkündet, dass ein Staatsbankrott, eine klimatechnische Totalverwüstung oder eine Raketenschlacht mit koreanischen Diktatoren unmittelbar bevorsteht. Wenn Menschen sterben oder bald sterben werden, obwohl das weder sein muss, noch erlaubt ist.
Der desillusioniert wirkende Nachrichtensprecher gibt sich nicht mal mehr den Hauch von Mühe, uns ENGAGIERT in Panik zu versetzen. Selbst die Tagesschau hat uns Fernsehzuschauer aufgegeben. Es ist nichts los, was uns noch berührt. Wir sind unberührbar geworden.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das ist eine durchaus sinnhafte Überlebensstrategie und in den meisten Fällen tatsächlich eine Erleichterung. Diese evolutionär erarbeitete Gewohnheit ist es, die uns Menschen zu geeigneter Zeit die Fernbedienung schnappen und umschalten lässt, wenn in den Nachrichten zu oft die Worte Donald, Trump, Putin, Korea oder einfach nur Automobilindustrie fallen gelassen werden.

Sind wir nicht schon froh, wenn unsere internationalen Horrorlieblinge mal nicht im Fernsehen erscheinen? Wir erwarten ja kein anständiges Verhalten mehr. Wir erwarten lediglich deren Nichterscheinen.
Wann genau hab ich eigentlich das letzte Mal gelacht?
Hm. Wahrscheinlich nur aus Sarkasmus.
Mit Mühe haben wir ein paar Skandale ins Hirn geredet bekommen, die allerdings nur als solche bezeichnet werden, weil echt überhaupt keiner mehr sich „skandaliert“ fühlt. Sprich, es INTERESSIERT NICHT, ja es ENTTÄUSCHT uns nicht mal mehr!

Wir regen uns nicht auf, wenn man uns vergiften will.
Wir regen uns nicht auf, wenn der Sport, den wir sehen nur ein chemischer Wettstreit geworden ist.
Wir regen uns nicht auf, wenn zwei wild gewordene Riesenbabys über unsere Köpfe hinweg mit Krieg drohen.

Mitleid? Ach, ja doch, hab ich. All jenen sei mein Mitleid ausgedrückt, die sich zu Weihnachten wegen der WM noch schnell einen Flachbildschirm in Größe einer Stadionanzeigentafel zugelegt haben und dann um 20 Uhr den us-präsidialen Haarverwerter lebensgroß anschauen müssen.
Wie schrecklich ist das denn? Das will man doch nicht!
Während wir also im Fernsehen, online oder papierline mit dem Me-too-Grinsen eines zu oft abgelichteten unfotogenen Regierungsversuch belästigt werden, warten wir auf etwas, das unsere Leidenschaft zu entfachen versteht?
Ja! Da war doch was?

Olympia, Doping und Heidi Klum.

Oh, nein.
Was für NICHTMELDUNGEN!
Ach! Und das bereits von mir bearbeitete Dschungelcamp und bald gibt es ja noch den EU - Song Contest.

Und in der Politik?
Haben wir eine Regierung? Nein, wozu auch, geht doch auch so.
Nein. In den Nachrichtensendungen gibt es keine Eilmitteilungen. Die Fußball-Weltmeisterschaft ist einfach noch einen Tacken zu weit weg, um uns täglich mit neuen Schal-Kreationen von Chefstylist Löw zu erfreuen. Also hüpfen wir informell von Messerattacken, die täglich üblichen Elendsfotos und dann wieder zurück zum CDU-SPD-Gezacker. Ab und zu bemüht sich die Tagesschau, mit bebilderten Berichten von Bombenexplosionen der dreckigen Welt ein farbigeres Gesicht zu geben.

Was für ein Scheiß.
Vielleicht – ganz vielleicht sollte man doch mal überlegen, das Leben SELBST zu gestalten. Und wenn es nur das eigene ist...und das der Menschen, die einem wichtig sind.



In diesem Sinne
Ja-Noir

Redakteur




29. Januar 2018, 10:22

Zitatetag

Hallo Mädels,

der Januar ist fast um, und wir fragen uns zu Recht: Hä?
Und dazu ist auch noch Montag.
So einer von den Montagen, die man so gar nicht braucht: Grau, windig, zu viel Wäsche im Wäschekorb.

Da ich schlau sein will, aber nicht kann, hier ein Zitat:

"Die Tatsache, das Wichtige vom Montag am Mittwoch für nichtig zu erklären,
deutet nicht zwangsläufig auf eine sprunghafte Natur,
sondern auf die geniale Fähigkeit schneller Erkenntnis,
die spontan alle Prioritäten verschieben lässt."

(ruhig zweimal lesen, dann klappt es mit dem Verstehen - es ist ja Montag, da dauert das)


In diesem Sinn
Montagsgesicht

Redakteur




22. Januar 2018, 15:58

Das Dschungelcamp

Hallo Mädels,

die Frage hatte sich mir bislang nicht gestellt. Die Frage nach dem Dschungelcamp. Was das ist, und warum man das schaut.
Aber nun muss ich es fragen: Warum guckt man das Dschungelcamp?

Das Fernsehformat mit dem offenbar mental verstorbenen Titel ICH BIN EIN STAR - HOLT MICH HIER RAUS wurde dereinst billig irgendwo geklaut, um einfach nur Geld zu machen. Nur Geld. Nix weiter. Aber da hätte wahrscheinlich jeder Kabelträgerpraktikant mit Hang zu Kettensägenmassakern drauf kommen können.

DSCHUNGELCAMP wie es im tamponös aufgeschäumten Volksmund auch heißt, geht so: Zwölf offenbar grenzdebile, nach Aufmerksamkeit heischende Personen, die in der Regel irgendwann im Fernsehen vermutlich durch Lautstärke aufgefallen sind, leben zwei Wochen lang in einem sogenannten Dschungelcamp.
Wo? Zumindest nicht bei Verstand. Sondern im schönen Australien.
Alles läuft unter ständiger Beobachtung durch Fernsehkameras. Ziel der Teilnehmer ist es, die Gunst der Zuschauer zu gewinnen und so lange wie möglich im Camp zu bleiben.
Das Highlight scheinen die Ekelprüfungen zu sein, die man ab und zu beim Internetlesen als Fotos bestaunen kann. Da werden dann unfassbar widerliche Dinge gegessen oder sich ins Gesicht, das nur noch einer verbauten Landschaft gleicht, schaufeln lassen. In keinem Tierpark findet man Blöderes.
Das ist alles. Ich will es nicht wirklich Konzept nennen, aber es funktioniert.

Knapp 8 (acht!!!) Mio. (Millionen!!!) Menschen haben bislang 11 (elf) Finale degoutant verkostet. Was bedeutet das für unsere Zivilisation? Für Menschen mit einer kulturellen Identität? Nichts. Für die Fernsehmacher bedeutet es schlicht, dass eben 8 Mio. Leute ihr überwältigendes Bedürfnis nach Schadenfreude und Sadismus bei RTL befriedigen. Mit Werbeunterbrechungen versteht sich.

Zweifel an der ethischen wie ästhetischen Brillanz dieser Sendungen stellen sich nie, denn wer das anschaut, dessen Hirn schaltet aus Gründen der geistigen Gesundheit bereits nach einer halben Sekunde 92 Prozent seines Arbeitsplatzes ab. Blindflug. Low Performer im Übermaß.

Oh, Himmel, lass es ARTE regnen im Wald!

Gehirne sind was Tolles. Es wäre sooo schön, wenn jeder sie gebrauchen würde. Aber wer das hier schaut, denkt nicht. Der glotzt nur. Das, was da jetzt bei diesen Leuten vor Ort und an den Empfangsgeräten im Hirn passiert, würde mindestens 10 Schülern das Abitur versauen.
Ekel, gepaart mit Ego-Migräne (zwischen tropischen Pflanzen) sowie hanebüchene Dialoge (die ein Facharzt für Spekulationsdiagnostik als ansehnliche Sprachverfehlung durchgehen lassen würde) machen das Gesendete zu einem Hit. Ein fanatischer Glaube an ein Konzept muss gefühlsfremde Menschen zudem dazu bringen, sich handyaktiv an dieser Sendung zu beteiligen.
Alle Zuschauer und Akteure scheinen in ihrer Schadenfreude irgendwie sozial fehlgeleitet und damit eine merkwürdige Komplizenschaft zu bilden. Aber das Erschreckendste ist, das das Format wirklich, wirklich funktioniert.

Erwähnte ich das schon?
Ja, offenbar beginnt mein Hirn schon mit der Abschaltung…

Geistig komplett unbemannt, fährt das Flaggschiff von RTL durch das Abendprogramm. Obsession besiegt Depression. Aus den Missgeschicken dieser defizitär Begabten das Maximum an Demütigung rausholen. Das haben sie voll drauf.

- Abschaltung vorbereitet -

Nein, ein Sinn dieser Aktionen im Camp ist nicht erkennbar. Es ist eine Herausforderung schon alleine darüber einen Text zu schreiben, denn das alles ist so unfassbar geistlos, dass dieser Text nun einfach…

...endet.



In diesem Sinne
Die Unfugsvermutung

Redakteur




19. Januar 2018, 08:36

Nur kurz dazwischen gegrätscht

Hallo Mädels,

für alle, die ihren Charakter renovieren wollen, hier ein wichtiger Leitfaden (oder Leidfaden?):

"Guten Menschen Gesellschaft zu leisten ist die beste Methode, selbst ein guter Mensch zu werden."

Das sagte zumindest (und zu Recht) Miguel de Cervantes, der Schöpfer vom wunderbaren, tapferen, Don Quijote de la Mancha.



In diesem Sinne
Dulcinea del Toboso

Redakteur




16. Januar 2018, 12:59

Gute Vorsätze


Hallo Mädels,

ich hab gestern einen deprimierenden Beitrag im Fernsehen geschaut
Über Müll. Besonders Plastikmüll, der ins Ausland verkauft wird.

.
.
.

Daher recycle ich jetzt meine guten Vorsätze vom letzten Jahr und vermeide selbigen mehr.


Ja doch!
Ich schreibe auch weniger Müll, versprochen...


In diesem Sinne
Wünschdirwas

Redakteur




02. Januar 2018, 08:46

Es geht schon wieder los!

Hallo Mädels,

es geht schon wieder los.
Neues Jahr, neue Aufgabe, neue Leute.

Da hat man das alte Jahr doch gerade erst elegant in den Sand gesetzt, da wartet schon das neue darauf, falsch angepackt zu werden. Hurra.

Nein.
Ich hab keine schlechte Laune.
Im Gegenteil. Ich habe den Kopf voller Ideen, voller Blödsinn (wie Ihr sagen werdet), schaue hinaus in den Dauerregen und sage voller Tatendrang:

Hurra, das klappt nie und nimmer!

Aber immerhin grinse ich dabei!
Was genau will man mehr?

Was sagt eigentlich der alte Goethe dazu? Ist der schon wach? Ach ja, hier ist er:



"Jede Lösung eines Problems ist ein neues Problem."


Recht hat er, der kluge Mister G.


In diesem Sinne
Die Neue

Redakteur




29. Dezember 2017, 08:59

Aufsatz mit Vorsatz

Hallo Mädels,

es wird Zeit dafür, all unsere verschrobenen Wünsche und süßen Sünden auf den Tisch der Wahrheit zu packen und zu überlegen, was wir davon weiterhin in Erfüllung gehen lassen und was wir bald NICHT mehr machen wollen.
Genau.
Es ist Zeit für gute Vorsätze.
Was wollen wir erreichen, was wollen wir lassen. Wie egoistisch dürfen wir sein? Wie sehr dürfen wir uns selbst dabei vergessen.
Ist das, was wir gerade haben, das Richtige?
Und immer die Frage im Anschlag: WARUM?

Beeilt Euch mit den guten Vorsätzen!
Spätestens am 2. Januar habt Ihr sie wieder vergessen!!!


Das alte Jahr noch nicht gegangen,
das neue noch nicht angefangen –
kommen vor diesem Neubeginn
mir so viele Gedanken in den Sinn –
die noch tief im Schlafe eingehüllt,
sehr bald schon Worte mit Leben füllt.
Nie liegen Traum und Wunsch so nah –
doch manchmal werden sie sogar wahr.
Oder wollen wir uns nur träumend verneigen –
warten wir es ab – das Neue Jahr wird es uns zeigen.

(Roswitha Bloch, deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin, Dozentin)


Gut gesagt.
Klugen Frauen werde ich nie widersprechen.
Ihr ja wohl auch nicht, oder?


In diesem Sinne
Der schlechte Vorsatz

Redakteur



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