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16. November 2017, 11:54

Warm oder lieber bequem


Hallo Mädels,

es soll ja nun die gemütliche Jahreszeit kommen, aber mir ist es zu kalt, da will die Bequemlichkeit irgendwie nicht so recht in die Puschen kommen...

Bequem.

Ein schönes Wort für eine schöne Sache. Fast elegant.
Aber Obacht:

"Es ist bequem, aber nicht gut, das Bequeme für das Gute zu halten."

(Ernst Ferstl)


In diesem Sinne
Die, die sie sich wieder hinlegt

Redakteur




13. November 2017, 11:44

Wissenswertes im Herbst


Hallo Mädels,

darauf habt Ihr gewartet, ich weiß. Hier das ultimative Zitat für diese feuchtunfröhliche Kälte draußen:

"Kalte Füße sind lästig, besonders die eigenen."

Wilhelm Busch hat es gesagt und mit was? Richtig. Mit Recht.


In diesem Sinne
Das Espenlaub

Redakteur




07. November 2017, 15:14

November


Hallo Mädels,

um uns die Laune nicht zu sehr zu verhageln, stellen wir nun den MP3Player mit der Musik von Guns n' Roses ab.
November Rain ist aber auch zuuu deprimierend...

Lasst und Kerzlein anzünden, Tee kochen und Kekse knabbern!

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!
Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!


Na, geht doch!

In diesem Sinne
Gedichtleserin

Redakteur




02. November 2017, 13:40

Halbhelden (Schon wieder was über Männer)

Hallo Mädels,

hilft alles nix. Heute haben wir wieder das Thema Männer.

Als verheiratete Frau hat meine Meinung ein gewisses Gewicht. Ich kann mit Erfahrungen, Einsichten, Aussichten, Ansichten und anatomischen Kenntnissen aufwarten.
Mein eigener Mann steht natürlich außerhalb jeglicher Diskussion. Ich bin selber Schuld. Meckern hilft da jetzt auch nicht weiter.

Es gibt viele Mannsbilder in den verschiedenen Hochglanzmagazinen, die eine kurzweilige Diskussion meinen Mädels und mir wert sind. Besonders hübsch, wenn sie im Tennisdress uns über den Weg laufen.
Wir Mädels analysieren da gerne und vergleichen auch mit Persönlichkeiten aus Sport, Fernsehen und Film.

Wer sieht also wirklich, wirklich gut aus?
Nun, was ist eigentlich gutes Aussehen?
Und was bringt das?

Das männliche Aussehen ist ein Terrain, auf dem die Frauen sich nur zu gerne verirren. Entgegen aller landläufigen Brigitte-Diät-Meinungen ist gutes Aussehen kein Produkt der richtigen DNA-Anordnungen. Jeder Mann kann gut aussehen.
Es empfiehlt sich daher in unserer kleinen medien-forcierten Diskussionsrunde, erst jene Mannsbilder zu besprechen, die von der Natur reichlich mit geraden Nasen, schönen Lippen, überzeugenden Augenfarben, wohlproportionierten Körpern und ansprechender Deo-Auswahl gesegnet sind. Diese überschaubare Elite hat es am schwersten, denn niemand ist dem Volltrottelstatus näher, als ein Mann, der schön ist und nichts draus macht. Der einen Mund zum Küssen besitzt aber nicht wirklich zum Sprechen nutzt. Der seinen Kopf als Unterlage für eine schicke Frisur versteht und nicht als Behältnis für einen abendfüllenden Gesprächsthemenvorrat.
Leicht haben es jene Männer, die aus einem unvorteilhaften Nichts an Äußerlichkeit das gewisse Etwas zu schaffen verstehen. Denen liegen wir Mädels zwar nicht zu Füssen aber vor den Handys herum und warten auf Rückruf.


Übrigens: Eitelkeit ist ein degeneriertes Zeichen für geistige Kleinkunst.

Also gut. Was haben wir da vor uns?
Unrasiertheit bedeutet einen grünen Daumen und damit eine Befähigung zur Gartenarbeit.
Starke Oberarme stehen für den optimalen Schutz der Familie im öffentlichen Leben.
Schöne Augen versprechen einen romantischen Abend mit vielen klugen Worten vor der Entdeckung der Eruptionsgeschichte.
Ein angenehme Stimme ist ein Zeichen für Leidenschaft.
Gepflegtes Äußeres lässt den hoffnungsvollen Schluss zu, dass dieser Mann in der Lage ist, eine Spülmaschine unaufgefordert zu bestücken und Klopapier selbsttätig nachzufüllen.

Frauen genügt weit weniger, um sie zu allerlei Zweisamkeit mit Sex, Spülmaschine, Kindern und gemeinsamer Steuerklasse überzeugen zu lassen, als es solche komplizierten hormonell verstrickten Gedanken vermuten lassen.
Frauen mögen Männer. Grundsätzlich.
Auch wenn das in der Welt der Medien gerne mal anders dargestellt wird.
Frauen brauchen keine Siegertypen. Siegertypen sind was für die Formel1-Garage, aber nicht für unser Wohnzimmer und schon gar nicht für unser Bett. Dort geht es ja kaum darum, wer am schnellsten fertig ist, oder?
Toll, wenn bei Siegertypen der Serotoninspiegel höher ist, aber was bringt mir das, wenn ich einen Tee gekocht haben will? Wenn meine Füße kalt sind oder die Handwerker mir gerade die Dusche zu Klump gehauen haben und ich Trost brauche?

Frauen mögen Helden, klar, wenn sie Hilfe brauchen, aber genauso lieben sie erfolgsverwöhnte Fußballschönheitskönige, die bei einer Niederlage Rotz und Wasser heulen. Das ist süß. Was fürs Herz.
Frauen mögen Männer, weil sie Schnupfen haben und ihre Welt ohne dargereichtem Nasenspray zusammenstürzt.
Wer braucht einen ganzen Helden zuhause, wenn die Hälfte reicht? Überqualifizierung führt nur zu Frustration auf beiden Seiten.
Halbhelden sind viel besser für die ganze Liebe.

Aber, bitte, liebe Männer, wie wäre es, wenn Ihr an UNS auch mal gescheite Anforderungen stellt?
Ihr habt doch wohl den Arsch auf, wenn Ihr meint, von uns könnte IHR alles fordern, weil ich selber so toll seid?
Hallo? Geht es noch?

So. Und nun seid lieb und bringt Euren Kaffeebecher selbst in die Küche, die Unterhose selbst in den Wäschekorb und nein, ich gucke heute keinen dämlichen Actionfilm mit dir, wir gucken WAS ICH WILL.

Und morgen zeigen wir Euch, wie man eine leere Klopapierrolle entsorgt und für Nachschub sorgt.
Toll, macht Ihr das!



In diesem Sinne
Heldin in Strumpfhosen

Redakteur




31. Oktober 2017, 13:49

Luther Dir einen!

Hallo Mädels,

na, seid Ihr alle schön reformiert?
Wir in Hessen sind alle ganz aus dem Häuschen, nicht nur, weil wir plötzlich einmal einen Feiertag haben, wenn eigentlich so ziemlich alle einen haben nur wir Hessen nicht..., sondern weil schönes Wetter ist.
Aber wir wandern ohne Hammer und Thesenzettel.

Luther hat vor 500 Jahren einige erstaunliche Ideen gehabt, die ihm für viele Betroffene ein wenig aus dem Ruder gelaufen sind.
Da ziehe ich den Hut!
Und der örtliche Baumarkt hat Nägel im Sonderangebot.
Wird eigentlich mit irgendwas mal kein Geschäft gemacht? Gebt es doch zu, Ihr habt doch alle zuhause den Playmobil-Luther, nicht wahr???
Interessant, wenn mir sowas passiert, wird nicht eine neue Konfession geboren sondern in der Regel steht dann die Küche in Flammen...lassen wir das.

Kein Halloween!
Nix!

Um zu zeigen, dass ich Halloween NICHT mitmache und mich NICHT verkleide, hab ich mir die Haare gerade reformiert.


In diesem kurzweiligen, protestantischem Sinne
Die behämmerte Thesentür

Redakteur




27. Oktober 2017, 10:53

Wochenende

Hallo Mädels,


jeden Tag so ansehen, als wäre er Teil des Wochenendes.

Schönes Wochenende!!!


In diesem Sinn
Die mit Feierabend

Redakteur




25. Oktober 2017, 07:47

Schweigen


Hallo Mädels,

über diesen Tag ist folgendes zu sagen:
Er ist grau, er ist dunkel, es ist Oktober.
Also sagen wir besser gar nichts dazu.


Nichts ähnelt einem Weisen mehr als ein Narr, der den Mund hält.


In diesem Sinne
Till

Redakteur




24. Oktober 2017, 08:49

Besser mal die Klappe halten

Hallo Mädels,

ich liebe Schopenhauer. Aber bislang konnte ich meine große Liebe zu diesem knorrigen deutschen Philosophen nur schwer vermitteln.
Heute gelingt es. Ich spüre es.
Wie? Ganz einfach.
Lest das:

Viele Worte machen, um wenige Gedanken mitzuteilen, ist überall das untrügliche Zeichen der Mittelmäßigkeit!


...


In diesem Sinne
Das Schweigen im Walde

Redakteur




20. Oktober 2017, 11:11

Haiku und Sex


Hallo Mädels,

ich sag es ganz offen: der Herbst ist einfach nicht meine Zeit.

Ich mag den Sommer.
Aber NUR den Sommer.
Okay, den Frühling mag ich auch. Weil ich mich da auf den Sommer schon freuen kann, aber der Herbst steht direkt vor dem Winter, und den Winter fürchte ich. Seine Kälte und seine Dunkelheit. Und meist ist er nur nass und bäh. Der Herbst ist demnach die Zeit, in der ich mich schon voll vor dem Winter fürchten kann.

Oh, natürlich kann der Herbst schön aussehen. Ja, ich höre Euch schon mahnen!
Aber wie bei Männern, kann etwas schön aussehen, aber man mag es trotzdem NICHT!

Bislang hängen noch viele Blätter am Baum, aber es reicht, um die Heerscharen an Laubbläser- und Laubsaugerfreunden herauszulocken, die sich diabolisch auf jedes Blättchen stürzen.
Vielleicht ist tatsächlich dieses akribische Laubwegmachen ein Grund, warum bei uns die Insekten ins Gras beißen?
Wer weiß.
Also ich würde als Insekt auch aufgeben, meine Insektenkoffer packen und mich davon machen. Hier ist es doch doof, oder? Wenig Blumen aber viel Zierkies, Rosen, die schön aussehen, aber nicht mehr duften, bunter Beton und dann diese Laubbläser! Wahrscheinlich sind Laubblasinstrumente so eine Art Fluglärm im Insektenreich.

Dass mit dem Insektensterben macht mich sehr nachdenklich. Der Mensch macht viele Dinge falsch. Und manche davon macht er nicht mal aus bösem Willen falsch.

Aber merke: gut gemeint ist oft schlimmer als schlecht gemacht.

Wie beim Sex.

Wir Menschen sollten mal unser ästhetisches Gewissen prüfen. Ob manche Dinge wirklich schöner sind. Ob man Hecken immer stutzen muss, Rasen immer mähen. Ob es Unkraut wirklich gibt oder ob es nicht einfach Kraut ist. Ob verkrüppelte Bäume wirklich weg müssen und ob Laub wirklich aufgesaugt gehört. Und ob (von der BUGA unprämierte) Wald- und Wiesenblumen auch einfach mal rumstehen dürfen.
Lebenlassen bedeutet Leben!
Vielleicht würde ich dann den Herbst doch mögen. Etwas.
Nicht gleich so, dass ich vor schriftstellerischer Energie gleich aus der Hose hüpfe, das nicht.
Und ich würde auch nicht gleich ein Haiku schreiben.

Ihr wisst schon.
Haiku.
Das ist japanisch für EUROPÄISCHE ANGEBER SCHMÜCKEN SICH MIT JAPANISCHER TRADITION!

Oh, 'tschuldigung. Das ist wieder meine Herbstgenervtheit…

Wo war ich? Ach ja.
HAIKU.
Nein, das ist nicht die keltische Form von Heike.

Ein Haiku ist eine traditionelle japanische Gedichtform, die heute weltweit verbreitet ist. Das Haiku gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt. Die japanische Dichtung ist nicht silbenzählend, sondern quantisierend.
Ein Haiku nach traditionellem Vorbild besteht aus einem Vers zu drei Wortgruppen à fünf, sieben und fünf japanischen Moren.
Klingt kompliziert, ist aber im Grunde vor allem kurz. Schnell gelesen, aber nett – wenn es gut gemacht ist, ist es wie Sex.

Ich habe dieses kleine Referat immer im Kopf, wenn mir jemand sagt, er schreibe auch. „Aber nur Haikus.“ kommt es dann etwas von oben herab. So, als wäre es gerade schändlich, sein Geld damit verdienen zu wollen, dass man 400 Seiten mit wahnsinnig VIELEN Worten füllt.
„Sorry,“ erwidere ich dann dezent pampig aber süffisant grinsend, „ich gehe immer davon aus, dass man fürs Lesen etwas Zeit mitbringt und nicht die paar Worte im Stehen liest.“ Danach hält der Haikuvergewaltiger meist die Klappe. Wahrscheinlich weil er nachrechnet, wann er das letzte mal Sex hatte...

Herrje! Herbstgernevtsein ist nicht sozial verträglich…

Also gut. Hier ein Haiku. Aber nicht von mir. Es ist schön. Wie Sex. Und ebenso wenig abendfüllend.


Auf blattlosem Ast
Sitzt allein eine Krähe;
Herbstlicher Abend.

Basho (1643 – 1694) eigentlich Matsuo Munefusa, japanischer Dichter


In diesem Sinne
Die Herbstlaus

Redakteur




18. Oktober 2017, 08:33

Goldener Oktober

Hallo Mädels,

der Ausdruck "Goldener Oktober" ist doch auch wieder so eine unausgegorene Kachelmannweisheit.
Was ist denn daran golden?
Warm ist es. Ja, und das ist prima, wenn man das Blätterfegen im T-Shirt erledigen kann, ohne Kreuzschmerzen zu bekommen. Und das Laub auch nicht so eklig an den Pflastersteinen pappt. Und es riecht auch nicht so streng wie Moorleiche, abends kurz nach dem Tatort.

Aber da das Fegen vor der eigenen Türe gesetzlich geregelt und ein Muss im Nachzeitalter der Kehrwoche ist, ist da auch nix mit Goldtalern als Belohnung.

Also ich weiß nicht. Wenn mir noch einer was vom goldenen Oktober erzählt, dann bewerfe ich ihn mit Kastanien. Oder so.
In zwei Wochen ist zum Glück November.
Und der ist alles, aber nicht golden.

Da fällt mir ein: Ich hab gestern die ersten Dominosteine dieser Saison geerntet! Bin spät dran, normalerweise esse ich die bereits im September!


"Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen;
bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt,
herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen."

Mörike - als er Fegedienst hatte.


In diesem Sinne
Die Flurwoche

Redakteur



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