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30. Januar 2018, 09:48

Alles Politik, alles Leben, alles Scheiß

Hallo Mädels,

es ist wohl nicht übertrieben, wenn ich sage, im Januar ist nie viel los. Nie. Wir befinden uns in einer kalendarischen Loose-loose-Situation, in der sich eigentlich nur Leute befinden, die ich nicht kennen mag, aber die sich uns medial immerzu aufdrängen.

Im Fernsehen langweilt man uns zu Tode mit krisengeschüttelten Staaten. Früher machte mir das noch Angst, wenn im Fernsehen der Nachrichtensprecher mit Verve verkündet, dass ein Staatsbankrott, eine klimatechnische Totalverwüstung oder eine Raketenschlacht mit koreanischen Diktatoren unmittelbar bevorsteht. Wenn Menschen sterben oder bald sterben werden, obwohl das weder sein muss, noch erlaubt ist.
Der desillusioniert wirkende Nachrichtensprecher gibt sich nicht mal mehr den Hauch von Mühe, uns ENGAGIERT in Panik zu versetzen. Selbst die Tagesschau hat uns Fernsehzuschauer aufgegeben. Es ist nichts los, was uns noch berührt. Wir sind unberührbar geworden.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das ist eine durchaus sinnhafte Überlebensstrategie und in den meisten Fällen tatsächlich eine Erleichterung. Diese evolutionär erarbeitete Gewohnheit ist es, die uns Menschen zu geeigneter Zeit die Fernbedienung schnappen und umschalten lässt, wenn in den Nachrichten zu oft die Worte Donald, Trump, Putin, Korea oder einfach nur Automobilindustrie fallen gelassen werden.

Sind wir nicht schon froh, wenn unsere internationalen Horrorlieblinge mal nicht im Fernsehen erscheinen? Wir erwarten ja kein anständiges Verhalten mehr. Wir erwarten lediglich deren Nichterscheinen.
Wann genau hab ich eigentlich das letzte Mal gelacht?
Hm. Wahrscheinlich nur aus Sarkasmus.
Mit Mühe haben wir ein paar Skandale ins Hirn geredet bekommen, die allerdings nur als solche bezeichnet werden, weil echt überhaupt keiner mehr sich „skandaliert“ fühlt. Sprich, es INTERESSIERT NICHT, ja es ENTTÄUSCHT uns nicht mal mehr!

Wir regen uns nicht auf, wenn man uns vergiften will.
Wir regen uns nicht auf, wenn der Sport, den wir sehen nur ein chemischer Wettstreit geworden ist.
Wir regen uns nicht auf, wenn zwei wild gewordene Riesenbabys über unsere Köpfe hinweg mit Krieg drohen.

Mitleid? Ach, ja doch, hab ich. All jenen sei mein Mitleid ausgedrückt, die sich zu Weihnachten wegen der WM noch schnell einen Flachbildschirm in Größe einer Stadionanzeigentafel zugelegt haben und dann um 20 Uhr den us-präsidialen Haarverwerter lebensgroß anschauen müssen.
Wie schrecklich ist das denn? Das will man doch nicht!
Während wir also im Fernsehen, online oder papierline mit dem Me-too-Grinsen eines zu oft abgelichteten unfotogenen Regierungsversuch belästigt werden, warten wir auf etwas, das unsere Leidenschaft zu entfachen versteht?
Ja! Da war doch was?

Olympia, Doping und Heidi Klum.

Oh, nein.
Was für NICHTMELDUNGEN!
Ach! Und das bereits von mir bearbeitete Dschungelcamp und bald gibt es ja noch den EU - Song Contest.

Und in der Politik?
Haben wir eine Regierung? Nein, wozu auch, geht doch auch so.
Nein. In den Nachrichtensendungen gibt es keine Eilmitteilungen. Die Fußball-Weltmeisterschaft ist einfach noch einen Tacken zu weit weg, um uns täglich mit neuen Schal-Kreationen von Chefstylist Löw zu erfreuen. Also hüpfen wir informell von Messerattacken, die täglich üblichen Elendsfotos und dann wieder zurück zum CDU-SPD-Gezacker. Ab und zu bemüht sich die Tagesschau, mit bebilderten Berichten von Bombenexplosionen der dreckigen Welt ein farbigeres Gesicht zu geben.

Was für ein Scheiß.
Vielleicht – ganz vielleicht sollte man doch mal überlegen, das Leben SELBST zu gestalten. Und wenn es nur das eigene ist...und das der Menschen, die einem wichtig sind.



In diesem Sinne
Ja-Noir

Redakteur




29. Januar 2018, 10:22

Zitatetag

Hallo Mädels,

der Januar ist fast um, und wir fragen uns zu Recht: Hä?
Und dazu ist auch noch Montag.
So einer von den Montagen, die man so gar nicht braucht: Grau, windig, zu viel Wäsche im Wäschekorb.

Da ich schlau sein will, aber nicht kann, hier ein Zitat:

"Die Tatsache, das Wichtige vom Montag am Mittwoch für nichtig zu erklären,
deutet nicht zwangsläufig auf eine sprunghafte Natur,
sondern auf die geniale Fähigkeit schneller Erkenntnis,
die spontan alle Prioritäten verschieben lässt."

(ruhig zweimal lesen, dann klappt es mit dem Verstehen - es ist ja Montag, da dauert das)


In diesem Sinn
Montagsgesicht

Redakteur




22. Januar 2018, 15:58

Das Dschungelcamp

Hallo Mädels,

die Frage hatte sich mir bislang nicht gestellt. Die Frage nach dem Dschungelcamp. Was das ist, und warum man das schaut.
Aber nun muss ich es fragen: Warum guckt man das Dschungelcamp?

Das Fernsehformat mit dem offenbar mental verstorbenen Titel ICH BIN EIN STAR - HOLT MICH HIER RAUS wurde dereinst billig irgendwo geklaut, um einfach nur Geld zu machen. Nur Geld. Nix weiter. Aber da hätte wahrscheinlich jeder Kabelträgerpraktikant mit Hang zu Kettensägenmassakern drauf kommen können.

DSCHUNGELCAMP wie es im tamponös aufgeschäumten Volksmund auch heißt, geht so: Zwölf offenbar grenzdebile, nach Aufmerksamkeit heischende Personen, die in der Regel irgendwann im Fernsehen vermutlich durch Lautstärke aufgefallen sind, leben zwei Wochen lang in einem sogenannten Dschungelcamp.
Wo? Zumindest nicht bei Verstand. Sondern im schönen Australien.
Alles läuft unter ständiger Beobachtung durch Fernsehkameras. Ziel der Teilnehmer ist es, die Gunst der Zuschauer zu gewinnen und so lange wie möglich im Camp zu bleiben.
Das Highlight scheinen die Ekelprüfungen zu sein, die man ab und zu beim Internetlesen als Fotos bestaunen kann. Da werden dann unfassbar widerliche Dinge gegessen oder sich ins Gesicht, das nur noch einer verbauten Landschaft gleicht, schaufeln lassen. In keinem Tierpark findet man Blöderes.
Das ist alles. Ich will es nicht wirklich Konzept nennen, aber es funktioniert.

Knapp 8 (acht!!!) Mio. (Millionen!!!) Menschen haben bislang 11 (elf) Finale degoutant verkostet. Was bedeutet das für unsere Zivilisation? Für Menschen mit einer kulturellen Identität? Nichts. Für die Fernsehmacher bedeutet es schlicht, dass eben 8 Mio. Leute ihr überwältigendes Bedürfnis nach Schadenfreude und Sadismus bei RTL befriedigen. Mit Werbeunterbrechungen versteht sich.

Zweifel an der ethischen wie ästhetischen Brillanz dieser Sendungen stellen sich nie, denn wer das anschaut, dessen Hirn schaltet aus Gründen der geistigen Gesundheit bereits nach einer halben Sekunde 92 Prozent seines Arbeitsplatzes ab. Blindflug. Low Performer im Übermaß.

Oh, Himmel, lass es ARTE regnen im Wald!

Gehirne sind was Tolles. Es wäre sooo schön, wenn jeder sie gebrauchen würde. Aber wer das hier schaut, denkt nicht. Der glotzt nur. Das, was da jetzt bei diesen Leuten vor Ort und an den Empfangsgeräten im Hirn passiert, würde mindestens 10 Schülern das Abitur versauen.
Ekel, gepaart mit Ego-Migräne (zwischen tropischen Pflanzen) sowie hanebüchene Dialoge (die ein Facharzt für Spekulationsdiagnostik als ansehnliche Sprachverfehlung durchgehen lassen würde) machen das Gesendete zu einem Hit. Ein fanatischer Glaube an ein Konzept muss gefühlsfremde Menschen zudem dazu bringen, sich handyaktiv an dieser Sendung zu beteiligen.
Alle Zuschauer und Akteure scheinen in ihrer Schadenfreude irgendwie sozial fehlgeleitet und damit eine merkwürdige Komplizenschaft zu bilden. Aber das Erschreckendste ist, das das Format wirklich, wirklich funktioniert.

Erwähnte ich das schon?
Ja, offenbar beginnt mein Hirn schon mit der Abschaltung…

Geistig komplett unbemannt, fährt das Flaggschiff von RTL durch das Abendprogramm. Obsession besiegt Depression. Aus den Missgeschicken dieser defizitär Begabten das Maximum an Demütigung rausholen. Das haben sie voll drauf.

- Abschaltung vorbereitet -

Nein, ein Sinn dieser Aktionen im Camp ist nicht erkennbar. Es ist eine Herausforderung schon alleine darüber einen Text zu schreiben, denn das alles ist so unfassbar geistlos, dass dieser Text nun einfach…

...endet.



In diesem Sinne
Die Unfugsvermutung

Redakteur




19. Januar 2018, 08:36

Nur kurz dazwischen gegrätscht

Hallo Mädels,

für alle, die ihren Charakter renovieren wollen, hier ein wichtiger Leitfaden (oder Leidfaden?):

"Guten Menschen Gesellschaft zu leisten ist die beste Methode, selbst ein guter Mensch zu werden."

Das sagte zumindest (und zu Recht) Miguel de Cervantes, der Schöpfer vom wunderbaren, tapferen, Don Quijote de la Mancha.



In diesem Sinne
Dulcinea del Toboso

Redakteur




16. Januar 2018, 12:59

Gute Vorsätze


Hallo Mädels,

ich hab gestern einen deprimierenden Beitrag im Fernsehen geschaut
Über Müll. Besonders Plastikmüll, der ins Ausland verkauft wird.

.
.
.

Daher recycle ich jetzt meine guten Vorsätze vom letzten Jahr und vermeide selbigen mehr.


Ja doch!
Ich schreibe auch weniger Müll, versprochen...


In diesem Sinne
Wünschdirwas

Redakteur




02. Januar 2018, 08:46

Es geht schon wieder los!

Hallo Mädels,

es geht schon wieder los.
Neues Jahr, neue Aufgabe, neue Leute.

Da hat man das alte Jahr doch gerade erst elegant in den Sand gesetzt, da wartet schon das neue darauf, falsch angepackt zu werden. Hurra.

Nein.
Ich hab keine schlechte Laune.
Im Gegenteil. Ich habe den Kopf voller Ideen, voller Blödsinn (wie Ihr sagen werdet), schaue hinaus in den Dauerregen und sage voller Tatendrang:

Hurra, das klappt nie und nimmer!

Aber immerhin grinse ich dabei!
Was genau will man mehr?

Was sagt eigentlich der alte Goethe dazu? Ist der schon wach? Ach ja, hier ist er:



"Jede Lösung eines Problems ist ein neues Problem."


Recht hat er, der kluge Mister G.


In diesem Sinne
Die Neue

Redakteur




29. Dezember 2017, 08:59

Aufsatz mit Vorsatz

Hallo Mädels,

es wird Zeit dafür, all unsere verschrobenen Wünsche und süßen Sünden auf den Tisch der Wahrheit zu packen und zu überlegen, was wir davon weiterhin in Erfüllung gehen lassen und was wir bald NICHT mehr machen wollen.
Genau.
Es ist Zeit für gute Vorsätze.
Was wollen wir erreichen, was wollen wir lassen. Wie egoistisch dürfen wir sein? Wie sehr dürfen wir uns selbst dabei vergessen.
Ist das, was wir gerade haben, das Richtige?
Und immer die Frage im Anschlag: WARUM?

Beeilt Euch mit den guten Vorsätzen!
Spätestens am 2. Januar habt Ihr sie wieder vergessen!!!


Das alte Jahr noch nicht gegangen,
das neue noch nicht angefangen –
kommen vor diesem Neubeginn
mir so viele Gedanken in den Sinn –
die noch tief im Schlafe eingehüllt,
sehr bald schon Worte mit Leben füllt.
Nie liegen Traum und Wunsch so nah –
doch manchmal werden sie sogar wahr.
Oder wollen wir uns nur träumend verneigen –
warten wir es ab – das Neue Jahr wird es uns zeigen.

(Roswitha Bloch, deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin, Dozentin)


Gut gesagt.
Klugen Frauen werde ich nie widersprechen.
Ihr ja wohl auch nicht, oder?


In diesem Sinne
Der schlechte Vorsatz

Redakteur




12. Dezember 2017, 11:02

Sturm und Drang

Hallo Mädels,

das war ja eine fürchterliche Nacht! Ein Sturm, der das ganze Haus klappern lässt!
Ich frag mich ja oft, wozu der Sturm überhaupt erfunden wurde?
Muss die Welt mal ordentlich verwuschelt werden?
Ist das der Fön, den mal braucht, um etwas Volumen in den Alltag zu bekommen?

Also ich bin gegen Sturm.
Lass mir dann auch bald T-Shirts drucken.

Aber vorher noch schnell ein Zitat.

"Wenn sich der Wetterhahn nicht dreht, zerbricht ihn der Sturm."

Ich sag es ja.
Braucht kein Mensch.


In diesem Sinne
Das laue Lüftchen

Redakteur




04. Dezember 2017, 09:25

Adventsfest der 100.000 Armleuchter 2017

Hallo Mädels,

gewisse Katastrophen ziehen mich magisch an. Eine davon ist: „Das Adventsfest der 100.000 Lichter. Zur Eröffnung der Weihnachtsmärkte“.
Freunde der Wachsleuchtmittel! Das ist harter Stoff!

Alles, was unter dem Verdacht steht, Kitsch zu sein, wird auf die Adventsfest-Bühne gezerrt. Hellblaue Häuschen, drehende Pferde-Karussells, ein Wald aus Zwerg-Tannen, Schneemänner und Tore mit Schneeapplikationen.
Konsequent werden rieselnde Fernsehflocken in das Bild kopiert, dass man schon Angst bekommt, der Flachbildschirm hätte eine kaputte Bildröhre.
Auftritt Florian Silbereisen.
Der Typ hat mir nichts getan, absolut nichts! Aber ich ich kann es nicht ertragen, ihn eine Showtreppe herunterschlendern zu sehen. Er breitet die Arme aus, lässt schön von Helene grüßen, verrät schmunzelnd, dass er noch kein Geschenk gekauft hat. Dabei erschallt das gerollte R fröhlich durch den antiseptischen Schneematsch.

Im Publikum wird konzertiert ausgerastet. Die ersten Omis müssen ihre Erfrischungstüchlein zu Rate ziehen.

Alles, was die Kunstschnee-Industrie hergibt, ist auf der Bühne versammelt, dazu die kaum in ihrer Niedlichkeit zu ertragenen Kinder mit Flügeln und wohl-gescheiteltem Haupthaar.

Auftritt der betonharten Heiterkeit: Ross Anthony tirilieren im Playback. Er ist der Spaßmacher in der Volksmusikszene. Er hat IMMER gute Laune und mit seiner Weißhaarfrisur sieht er immer aus wie ein Oberarzt aus dem Krankenhaus am Rande der Stadt, der zu viel geröntgt wurde.
Zwischendurch werden kleine Kinder mit Kunstschneebällen abgeworfen.
Hach, allerliebst?

Nein. Es ist furchtbar und ich kann nicht umschalten, denn ich bin paralysiert.
Ihre Auftritte sind fehlerlos, sauber, sympathisch, freundlich und hochprofessionell.
Und es funktioniert offensichtlich.
...nicht bei mir, aber sonst auf jeden Fall.
Offenbar ist das wichtigste an den Stars, die nun alle playbacksingend derart perfekt arrangierte Weihnachtsklassiker zu Gehör bringen, das dramatische In-den-Himmel-Singen“ wenn die Schlagworte: Friede, Freude, Menschheit, Kinder fallen.

Ist das furchtbar. Zwischen den „Acts“ erklärt uns Florian, dass die Welt ein friedlicher Ort ist aber wir trotzdem an jene denken müssen, die nicht bei Ihren Lieben zuhause sein können.
Ich habe spontan Mitleid. Auch wenn die Omis mit den Rentierpullovern nicht aussehen, als haben sie es eilig mit dem Nachhausekommen. Betreutes Freuen.
Glückliche Menschen im Publikum schunkeln zu den Golden Voices of Gospel, Teile der Kellyfamily wurde vorzeitig aus der Haftcreme entlassen…

... und dann das:

Mirielle Mathieu!

Der mit siebzig Jahren eindeutig älteste Spatz von Avignon (mit zugegebener Maßen erstaunlichem Lungenvolumen und schlanken Beinen) singt, was das Zeug hält. Die seit Kindertagen mir bekannte schwarz-glänzende Prinz Eisenherzfrisur sitzt wie ein Helm.
In einem Bühnenbild, das hauptsächlich aus weißem Geglitzer und sich drehenden Kerzenständern besteht, brilliert Mireille festgefügt wie Schillers Glocke und singt deutsche Weihnachtslieder. Diese werden durch ihren (zugegeben zauberhaften) französischen Akzent nicht wirklich schmissiger.

Auftritt Frau Hertel.
Mit der Professionalität im Bereich Dauerglück und Kunstlächeln steht sie dem Gastgeber Silbereisen in nichts nach. Die kleine achso fröhliche Unterhaltung zwischen den beiden Volksmusik-Leistungsträgern wird buchstabengetreu vorgetragen.
Sie können das. Und das Publikum liebt sie dafür.

Echtbilder von Weihnachtsmärkten in ganz Deutschland werden eingefügt und machen schnell klar, dass es ohne Schnee im mitteleuropäisches Klima ziemlich trostlos wirkt. Aber die Regie hat einfach den rein-kopierten Schneefall aus dem Bühnenbereich im Bild gelassen.

Das dramatische In-die-Luft-Gesinge wird auch nicht besser, als Herr Silbereisen einen Schottenrock trägt und mit einer „Rockband“ (welche Rockband singt in der ARD Weihnachts-Friedenslieder?) zum Hartchor-Knaller: „Wir sind Brüder und Schwestern“ abhottet.

Was genau rauchen die da hinter der Bühne?

Ross Anthony als Dauerbrenner der Fröhlichkeit kommt wieder durchs Bild gelaufen. Nun ist er an der Reihe mit Fischerman's Friend zu singen und bewirft alles um sich herum mit Styroporblöckchen.

Wem das einfach nicht kitschig genug ist, bekommt zum Ende die volle Dröhnung.
Mireille ist noch nicht mit uns fertig. Sie hat eigenmächtig – und Herr Silbereisen ist fast zu Tränen gerührt – ein Lied, das irgendjemand anderes für die Sendung (man hält sich kaum noch auf den Sitzen!) komponiert hat, ins Französische übersetzt.
Das Lied heißt: „Erweckungsgesang“ und das Publikum zückt die Taschentücher während alle Engelein auf der Bühne ein letztes Mal dramatisch in den Himmel singen.

Halleluja, da ist der Abspann...


In diesem Sinne
Die wenig Erleuchtete

Redakteur




02. Dezember 2017, 14:35

1. Advent

Hallo Mädels,

ist es denn wirklich wieder so weit? Advent? Und dieses Jahr mit einer Woche Abkürzung, weil der 4. Advent schon Heilig Abend ist?

In der Wohnung die ersten Deko-Highlights. Blinkende irgendwas.
Es ist schön zu wissen, dass manche Dinge niemals durch übertrieben guten Geschmack zerstört werden können.

"Dieses Jahr war etwas Besonderes," denke ich unvermittelt, lächle merkwürdig und halte inne...
Tatsächlich, stelle ich erschrocken fest. Ist es. Besonders.
Sagt man das nicht viel zu selten in meinem Alter?

Da ist etwas Neues in meinem Leben. Neu und erschreckend klar.

Sicher, neue Dinge können unheimlich erscheinen, aber sie locken auch den Mut hervor.
Sehe ich also den Tatsachen ruhig ins Auge.

"Die unheimlichste aller Erfindungen ist der Spiegel. Woher nehmen die Menschen nur den Mut, da hineinzuschauen?"
(Brendan Behan)

Schließt die Augen und fühlt euch von dem Menschen umarmt, der euch momentan am wichtigsten ist.

Wünsche einen schönen 1. Advent.


In diesem Sinne
Das Lichtlein



Redakteur



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